Gott und das Leiden

Es gibt verschiedene Arten von Leiden, die jeweils
verschiedene Ursachen haben und durch entsprechende
Mittel überwunden werden können.

Ursprung und Ursachen des Leidens
Der Teufel: Es gibt Leiden, die als Folge des Bösen in
der Welt gelten. Das Böse rührt unter anderem von
der Wirkung des Teufels und seinen hartnäckigen
Nachstellungen her. Der Koran bezeichnet deswegen
den Teufel als Feind der Menschen und der Gläubigen
(35,6; 20,117; 2,168).


Der Mensch als Ursache von Leid
Neben dem Teufel ist der Mensch selbst Ursprung
und Ursache vieler böser Taten und bringt über sich
selbst und über seine Mitmenschen mannigfaltiges
Unheil. Hier wirken sich seine schlechten Eigenschaften
aus: seine Unbeständigkeit (vgl. 30,36; 41,49), seine
Unzuverlässigkeit (vgl. 16,53–54; 29,65), seine Torheit
und seine Neigung, Unrecht zu tun (33,72), seine
Streitsucht (16,4; 36,77) und die Verstrickung seiner
Seele im Bösen (12,53) […].
Gott stellt die Menschen auf die Probe
Gott hat den Menschen erschaffen und mit guten Eigenschaften
ausgestattet. Er lenkt sein Geschick und
begleitet sein Leben mit seiner Allmacht. Er hat ihn
zum Nachfolger auf Erden eingesetzt (2,30), Generation
nach Generation (27,62; 10,14–73; 35,39; 6,165).
So hat der Mensch inmitten seiner eigenen Leidenschaften
und Schwächen („Die Seele gebietet ja mit
Nachdruck das Böse“ 12,53) und der Anfeindungen
von Seiten des Teufels das ihm anvertraute Gut (33,72)
zu bewahren und sich in seinem Leben und in seinem
Umgang mit der Schöpfung Gottes zu bewähren […].
Wer die Bewährungsproben nicht besteht, zum
Glauben nicht findet und das Gute nicht tut, „verliert
das Diesseits und das Jenseits“ (22,11). „Denjenigen,
die glauben und die guten Werke tun, wird der Erbarmer
Liebe bereiten“ (19,96). Ihnen wird die Belohnung
im Jenseits und die Huld Gottes im Diesseits
verheißen (vgl. 16,30) […].


Gott ist der Richter

Gott ist der einzige Sachverwalter, der dem Menschen
überhaupt von Nutzen sein und „Freundschaft
gewähren“ (18,44) kann, denn er ist der einzige Richter,
der jeden für seinen Glauben und sein Tun zur
Verantwortung ziehen wird. Gerade die Leichtfertigkeit,
mit der der Mensch den Gedanken an das Gericht
Gottes abtut, zeugt von einer Torheit ohnegleichen
(vgl. 95,7; 82,6–7; 9). In der ersten Predigt Muhammads
werden deshalb die Schrecken des kommenden
Gerichts Gottes in leidenschaftlicher Weise heraufbeschworen.
Dieses Gericht sei nahe, ruft der Prophet
aus: „Die nahende Stunde (des Gerichtes) steht bevor.
Niemand außer Gott kann sie beheben“ (53,56–58; vgl.
54,1–2).

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