Warum ich glaube – Sevim Kilic, Muslimin

Obwohl ich sehr religiös erzogen bin, habe ich erst
vor kurzem begonnen, Bücher über den Islam zu lesen.
Früher war ich jeden Tag unterwegs, richtig
durchgestylt in der Disco. Jetzt tue ich das nicht
mehr, es hat mir nichts gebracht. Ich bin froh auf diesem
neuen Weg und fühle mich viel besser.
Weil ich an Allah glaube und seine Gesetze einhalte,
werde ich von ihm beschützt. Wenn ich ein Problem
habe und ihn anrufe, dann hilft er, ganz automatisch.
Er ist immer da, und meine Gebete werden
immer erhört.


Der Kuran (Koran – d. Red.) hilft mir in allem, er
sagt genau, wie ich mich in jeder Situation richtig verhalte.
Ich finde es zum Beispiel gut, dass sich Frauen
und Männer in getrennten Räumen aufhalten müssen.
Ich kann meine Angelegenheiten doch sowieso
nur mit Frauen bereden. Männer würden meine Probleme
gar nicht verstehen.
Ich trage jetzt das Kopftuch und einen Mantel, der
mich bis zu den Füßen verhüllt. So wie es im Kuran
steht. Es ist eine große Sünde, wenn ich Männer meine
Haare sehen lasse. Ich fühle mich mit dem Kopftuch
viel freier. Türkische Männer haben auf der Straße Achtung
vor mir, beschützen und bewundern mich, denn
das Kopftuch zeigt, dass ich eine Gläubige bin.
Wenn ich später einmal heirate, dann nur einen
sehr gläubigen Muslim. Wenn wir uns lieben, kann
uns keiner verbieten zu heiraten, denn im Kuran
steht, dass man Liebende nicht trennen darf. Ich
müsste mich damit abfinden, dass er nach unserem
Gesetz vier Frauen haben darf. Das könnte ich nur
sehr schwer ertragen, aber einem guten islamischen
Mann, der seine Frau treu liebt, reicht eine.
Zuerst will ich aber einen Beruf erlernen, den Führerschein
machen, gut verdienen und das Leben genießen.
Allah will, dass Frauen Berufe haben. Es ist
wichtig, dass sie zum Beispiel Ärztin werden, denn ein
islamisches Kind darf nicht durch Christen zur Welt
kommen, und Männer, auch Ärzte, sollen keine fremden
Frauen ansehen.
Der Kuran hilft mir als Frau. In ihm steht, dass
Männer uns gerecht behandeln sollen. Muhammed
hat auch gesagt: Die Männer müssen in der Küche
und bei den Kindern helfen, sonst sind sie keine Männer.
Viele tun das nicht, sie sagen: Das ist Frauensache.
Aber das ist schlecht.
Nach dem Tod kommt das andere Leben, das ewig
ist. Wer viel für Allah getan hat, kommt in sein himmlisches
Haus. Wer nichts getan hat, muss im Teufelshaus
ewig brennen. So wie alle, die nicht an Allah
glauben. Damit wir seine Gesetze besser befolgen,
müssen wir viel an den Tod denken. Eine islamische
Frau denkt jede Sekunde daran. Natürlich macht das
manchmal Angst, aber ohne Angst würden wir den
Gesetzen vielleicht nicht richtig folgen.
Nur wer an Allah glaubt, kommt in den Himmel.
Damit immer mehr Menschen glauben, dürfen wir
den Heiligen Krieg gegen Ungläubige führen. Ich
könnte zwar selbst niemanden umbringen, aber wir
dürfen das, ohne im nächsten Leben dafür bestraft zu
werden. Muhammedaner untereinander müssen sich
helfen wie Geschwister. Was da im Iran und im Irak
wegen ein bisschen Erdöl und Macht geschieht, versteht
niemand. Vor Allah sind doch alle Gläubigen
gleich. Niemand darf der Größte sein wollen, denn das
ist allein Allah. Seine Gesetze im Kuran sind gut und
ewig gültig. Hier in Deutschland glaubt jeder, was der
Staat sagt, auch die Richter tun das. Aber wer jemanden
getötet hat, muss, wie es im Koran steht, bestraft
oder gehenkt werden und nicht nur für ein paar Monate
ins Gefängnis kommen. Die Welt wäre viel besser,
wenn alle sich nach dem Kuran richten würden.

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Eingeordnet unter deutschland, gesellschaft

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