Necla Kelek repräsentiert nicht die muslimische Meinung. Wessen dann?

Die deutsche Integrationspolitik stützt sich auf Vorurteile. So hat sie keine Zukunft. Petition von 60 Migrationsforschern

Vor einiger Zeit hat der Berliner Stadtteil Neukölln eine Kampagne gegen die Zwangsheirat gestartet. Mit riesigen Plakaten wird über das Phänomen aufgeklärt und Beratung angeboten. Auf der Seite http://www.zwangsheirat.de wird zwar politisch korrekt darauf hingewiesen, dass die Zwangsheirat »in allen Kulturkreisen« anzutreffen sei, doch der Klick auf die Literaturhinweise spricht eine ganz andere Sprache. Dort findet man nämlich eine Liste der derzeit populären Sachbücher über den Islam – an erster Stelle Necla Keleks Die fremde Braut, dann Ich klage an von Ayaan Hirsi Ali und Große Reise ins Feuer von Seyran Ates. Bei diesen Werken handelt es sich um eine Mischung aus Erlebnisberichten und bitteren Anklagen gegen den Islam, der durchweg als patriarchale und reaktionäre Religion betrachtet wird. Zudem werden Romane empfohlen – alles Boulevard-Storys, in denen »muslimische Mädchen« ganz »authentisch« berichten, wie sie gequält und geschunden wurden. Schließlich finden sie ihr Refugium im Schoße der westlichen Zivilisation. Die Stoßrichtung dieser Literaturempfehlungen ist eindeutig: Es ist der unverbesserlich rückschrittliche Islam, der verantwortlich ist für Zwangsverheiratungen und andere Grausamkeiten. Als Gegenmittel hilft nur »Integration« in die deutsche, sprich westliche Gesellschaft.

Dass diese Bücher mit der Autorität der städtischen Verwaltung empfohlen werden, ist kaum verwunderlich – schließlich hatte der ehemalige deutsche Innenminister Otto Schily höchstpersönlich das Buch von Necla Kelek den Lesern des Spiegels ans Herz gelegt. Allerdings sollte man annehmen, dass Verwaltung und Ministerium dem interessierten Publikum eine Literatur empfehlen, die eine aufklärende Wirkung hat, also eine Literatur, deren Aussagen wissenschaftlich abgesichert sind. Tatsächlich ist aber genau das Gegenteil der Fall – bei den erwähnten Büchern handelt es sich um reißerische Pamphlete, in denen eigene Erlebnisse und Einzelfälle zu einem gesellschaftlichen Problem aufgepumpt werden, das umso bedrohlicher erscheint, je weniger Daten und Erkenntnisse eine Rolle spielen.

Die Literatur ist unwissenschaftlich und arbeitet ganz offensichtlich mit unseriösen Mitteln. Necla Kelek beispielsweise hat vor etwa drei Jahren ihre Dissertation zum Thema Islam und Alltag vorgelegt, in der sie zu ganz anderen Ergebnissen kommt als in Die fremde Braut. Sie stellte damals fest, dass der Islam für die jungen Leute türkischer Herkunft vor allem ein Mittel der sozialen Identifikation sei – und weniger eine unhinterfragte religiöse Tradition. In den Islamvorstellungen der von ihr interviewten jungen Leute zeige sich eine Modernisierung des Islam – eine Anpassung an die hiesigen Lebensumstände und eine Subjektivierung des Hergebrachten.

Dass sie in Die fremde Braut das genaue Gegenteil behauptet, scheint für Necla Kelek kein Problem zu sein. Sie verwendet sogar Interviewmaterial aus ihrer früheren Untersuchung – allerdings wird es nun neu gedeutet. 2002 schrieb sie: »Das Bekenntnis zum Muslim-Sein darf im Regelfall nicht als traditionelle Selbstverortung missverstanden werden.« 2003 werden Interviewaussagen von »Mete« und »Emil«, die aus der Untersuchung Islam im Alltag stammen, völlig anders interpretiert. Das Menschen- und Weltbild des Islam, das den Einzelnen der Gemeinschaft und dem Willen Gottes unterwerfe, werde von den Jugendlichen überhaupt nicht hinterfragt, schreibt sie. Und weiter: »Es kann auch gar nicht infrage gestellt werden, weil der Islam als Gesetzesreligion gottgegeben ist. Dieses Kulturmuster prägt das Handeln der muslimischen Migranten in Deutschland bis in den letzten Winkel ihres Alltags – ihr Leben, ihr Verhalten, die Erziehung der Kinder. Und diese Werte haben mit den Werten und Normen der deutschen Mehrheitsgesellschaft nicht viel gemein.«

Offenbar wurden hier die eigenen – und zwar wissenschaftlich abgesicherten – Erkenntnisse mutwillig verbogen, um am Buchmarkt einen Erfolg zu landen und sich dabei selbst als authentischen und vorgeblich wissenschaftlich legitimierten Ansprechpartner für alles, was mit »den Türken« oder »dem Islam« zu tun hat, in Szene zu setzen. Das Kalkül geht auf, von der taz bis zur ZEIT wird Kelek gern konsultiert, wenn es darum geht, »türkische« oder »islamische« Verhaltensweisen zu deuten. Sie darf gewalttätige Übergriffe türkischer Fußballnationalspieler gegen die Schweizer Mannschaft unreflektiert auf die islamische Religionszugehörigkeit der türkischen Spieler zurückführen oder Vandalismus von jungen Migranten nach französischem Vorbild mit Hinweis auf das Unvermeidliche der »türkisch-islamischen Kultur« auch für Deutschland prognostizieren. Dabei sind die »Analysen« nichts mehr als die Verbreitung billiger Klischees über »den Islam« und »die Türken«, angereichert durch schwülstige Episoden aus Keleks Familiengeschichte.

Dass Politik mithilfe der Medien zur Verbreitung solch unseriöser Literatur beiträgt, um eigene integrationspolitische Fehler im Umgang mit dem Thema Zuwanderung zu verschleiern – diese Entwicklung beobachten wir mit Besorgnis. Wir, die Verfasser und Unterzeichner dieses offenen Briefes, sind Forscher und Forscherinnen, die zu unterschiedlichsten Facetten des Themas Migration gearbeitet haben – zu Generationenbeziehungen, Zugehörigkeit, Islamvorstellungen, Lebensentwürfen, Ethnizität und Ethnisierung, Rassismus und Identitätsentwicklung.

In den letzten Jahren hat sich in Deutschland eine quantitativ und qualitativ-empirische Migrationsforschung entwickelt, die international anschluss- und konkurrenzfähig ist. Wenn auch Unterschiede existieren, was die theoretische Rahmung der Befragungsergebnisse betrifft, so gibt es doch ganz erstaunliche Übereinstimmungen in den Ergebnissen unserer Forschung. Im Großen und Ganzen werden die Ergebnisse gestützt, zu denen auch Necla Kelek gekommen ist, als sie noch wissenschaftlich vorgegangen ist.

In der »zweiten Generation« muslimischer Einwanderer erfährt der Islam eine komplizierte Neuinterpretation, die sowohl mit dem familiären Umfeld als auch mit den Reaktionen der Mehrheitsgesellschaft interagiert. Diese oft sehr subjektive Neuinterpretation lässt sich nicht einfach über den Kamm des Patriarchalen und Rückschrittlichen scheren. Nun heißt das keineswegs, dass es keine Zwangsheiraten oder keine »Ehrenmorde« gibt und dass die Gesellschaft nicht aufgerufen ist, dagegen etwas zu unternehmen. Dafür gibt es bekanntlich Gesetze.

Arrangierte Ehen sind unter anderem die Folge von »Heiratsmärkten« zwischen Herkunfts- und Einwanderungsländern. Solche »Märkte« muss man nicht begrüßen, aber man sollte ihren Entstehungskontext begreifen: Sie sind das Ergebnis der Abschottungspolitik Europas gegenüber geregelter Einwanderung. Wenn es keine transparenten Möglichkeiten zur Einwanderung gibt, nutzen die Auswanderungswilligen eben Schlupflöcher. Das ist ein politisches und kein moralisches Problem. In diesem Sinne macht es keinen – schon gar nicht wissenschaftlichen – Sinn, solche Phänomene pauschal »dem Islam« zuzuschreiben, der dann ebenso pauschal der westlichen Zivilisation gegenübergestellt wird.

Dass der ehemalige Innenminister Necla Keleks Buch bespricht, dass sie für ihre in höchstem Maße unseriöse Arbeit den Geschwister-Scholl-Preis erhält und dass sie eine gern gesehene Beraterin im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ist; dass große Teile der Verwaltung, Ministerien und Medien lieber auf unseriöse Pamphlete zurückgreifen, während die differenzierte wissenschaftliche Forschung kaum wahrgenommen wird – diese Entwicklung ist in der Tat besorgniserregend. In der öffentlichen Diskussion führt die Ignoranz gegenüber der Wissenschaft nicht nur zu ungenauen und vorurteilsbeladenen Vorstellungen über den Islam und die Migranten, sondern auch zu einer Verengung des Themenspektrums. Die Öffentlichkeit befasst sich unverhältnismäßig viel mit der muslimischen Minderheit, während kaum über alltägliche Diskriminierung, die Selbstentwürfe von »anderen Deutschen« oder die Probleme auch von nichtmuslimischen Migranten im Bildungsbereich gesprochen wird. Derweil haben in manchen Bundesländern bereits 40 Prozent der Schüler Migrationshintergrund. Es wird also Zeit, eine rationale Diskussion über die zukünftige Gestaltung der Einwanderungsgesellschaft zu führen. Doch das kann man nicht auf der Grundlage von Boulevardliteratur tun, sondern indem man sich auf Erkenntnisse stützt, die auf rationale Weise gewonnen wurden.

Mark Terkessidis ist Psychologe, Pädagoge und lebt als freier Autor in Köln. Yasemin Karakasoglu ist Professorin für Erziehungswissenschaften in Bremen, Fachgebiet Interkulturelle Bildung

* Necla Kelek hat auch sowohl für die ZEIT als auch ZEIT online Artikel verfasst.

Diese Petition haben unterzeichnet:

Liane Aiwanger, Prof. Dr. Georg Auernheimer, Hayrettin Aydin M.A., Prof. Dr. Sigrid Baringhorst, Dipl.Päd. Sonja Bandorski, Dipl.-Sozialarbeiterin Isabel Basterra, Prof. Dr. Johannes Bastian, Robin Bauer, Prof. Dr. Ursula Boos-Nünning, Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Ibrahim Cindark, Prof. Dr. Helene Decke-Cornill, Dr. Christoph Fantini, Schahrzad Farrokhzad, Prof. Dr. Hannelore Faulstich-Wieland, Prof. Dr. Helena Flam, Dr. Sara Fürstenau, Prof. Dr. Klaus F. Geiger, Prof. Dr. Ingrid Gogolin, Heike Mónika Greschke, Dr. Ursula Günther, Dr. Encarnation Gutierrez Rodriguez, Dr. Maria Hallitzky, Prof. Dr. Franz Hamburger, Prof. Dr. Gudrun Hentges, Prof. Dr. Leonie Herwartz-Emden, Prof. Dr. Havva Engin, Dipl.-Päd. Matthias Hofmann, Dr. Merle Hummrich, Dr. phil. Dipl.-Päd. Telse A. Iwers-Stelljes, Dr. Margarete Jäger, Prof. Dr. Siegfried Jäger, Prof. Dr. Barbara John, Elli Jonuz, Dipl.-Psych. Birsen Kahraman, Prof. Dr. Annita Kalpaka, Serhat Karakayali, Prof. Dr. Gritt Klinkhammer, Christoph Kodron, Dr. Annette Kracht, Dipl.-Psych. Angela Kühner, Dr. Susanne Lang, Dr. Rosa Maria Jiménez Laux, PD Dr. Rudolf Leiprecht, Prof. Dr. Ingrid Lohmann, PD Dr. Helma Lutz, Dipl.-Soz. Melanie Mahabat Bahar, PD Dr. Paul Mecheril, Dipl.-Päd. Claus Melter, Dipl.-Päd. Stephan Münte-Goussar, Prof. Dr. Ursula Neumann, Dr. Heike Niedrig, Dr. Ulrike Ofner, Mag. Dr. Nikola Orning, Dipl.-Psych. Berrin Özlem Otyakmaz, Prof. Dr. Karl-Josef Pazzini, Dr. Matthias Proske, Dr. Regina Römhild, Prof. Dr. Hans-Joachim Roth, Dr. Rosemarie Sackmann, Jörn Schadendorf, Dipl.-Päd. Anne Schondelmayer, Inga Schwarz, Uschi Sorg, Dr. Ugur Tekin, Prof. Dr. Dietrich Thränhardt, Dr. Anja Weiß, PD Dr. Erol Yildiz, Cigdem Yoksulabakan.

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8 Kommentare

Eingeordnet unter deutschland, Islambild

8 Antworten zu “Necla Kelek repräsentiert nicht die muslimische Meinung. Wessen dann?

  1. Irmgard Jäckle

    Kann es sein, dass Necla Kelek auf Grund ihrer Forschung (Sie haben ja selbst gesagt, dass sie in der Lage ist, wissenschaftlich zu arbeiten), zu der neuen Erkenntnis gelangt ist, die sie dann später, mit mehr Material und einem tieferen Verständnis der Hintergründe und einer globaleren Sicht, auch neu formuliert? Und wenn sie dann zu einem Ergebnis kommt, dass ihren vorherigen Aussagen widerspricht, dann ist es für mich eher ein Beweis dafür, dass sie in der Lage ist, durch das Erlangen eines fundierteren und umfangreicheren Wissens ihre vorherige Meinung zu revidieren und die Sachverhalte dann ihren Erkenntnissen entsprechend darzustellen. Das ist für eine Wissenschaftlerin eine mutige Haltung; sich selbst innerhalb eines Jahres zu widersprechen, weil ihre tiefer gehenden und erweiterten Forschungen zu anderen Ergebnissen führen, als ihre ältere Arbeit. Und wenn sie dann in Ihren Augen, nennen wir es „emotionaler“, diese Forschungsergebnisse darstellt, dann zeigt das nur, dass sie auf Grund ihres Wissens erkannt hat, dass diese Problematik (die Islamisierung eines ganzen Kontinents) nicht kühl-wissenschaftlich wegdiskutiert werden kann.

  2. alime

    Lieber Georg, auch Dir muss ich sagen, dass Du die Muslime nur dann WIRKLICH kennen wirft, wenn Du eine Zeit unter ihnen verweilst. D.h. nicht einfach einen Pauschalurlaub nach Marokko buchen, sondern, wie Leopold Weiss (alias Muhammad Asad), AUTHENTISCHE Begegnung erfährst. Ansonsten empfinde ich Deine Interpretationen als subjetives Fremdempfinden mit einem Hauch von westlicher Überheblichkeit. Sorry, aber das ist nun mal mein Eindruck.
    Gehe nie von den muslimischen Migranten in Deutschland aus und mache ein allgemeines Urteil über alle Muslime. Man stelle sich vor, die Spanier würden das mit unseren „Ballermann-Urlaubern“ machen. Wir alle wissen, dass Deutsche mehr können, als sich nur einem exzessivem Alkoholkonsum hinzugeben. Oder Frauen aus Osteuropa und Thailand auf ihren vielen Reisen für körperliche Nähe bezahlen. Oder diese Frauen nach Deutschland holen und sie zur Prostitution zwingen und mit den Deutschen Gesetzen (Aufenthaltsrecht) drohen. Das zum Thema Frauenrechte. Ich möchte keine Dialektik starten, sondern lediglich die Muslime auf eine korrekte Art und Weise vorstellen. Dabei kann ich mit Sicherheit nicht für alle Muslime sprechen. Ich bin ich. Also ein Individuum und das ist auch gut so, weil Allah mich zu einem freidenken Wesen gemacht hat. Alhamdulillah. Gepriesen sei ER. Allahu Akbar!
    Mit friedlichen und lieben Grüßen

    As-salamu Alaikum

  3. alime

    Hallo Elmer,

    zu der Aussage: „Wer ist denn bei Ihnen auf die billige Idee gekommen,Frau Kelek
    diese 2 kleinen Teufelshörnchen auf die Haare zu retuschieren?“
    So etwas wurde bereits beim Karikaturenstreit intensivst debattiert. Ich sagst mal so: „Künstlerische Freiheit“.

    „“Der Westen und Demokratie”(Hunde werden auf Menschen gehetzt) würde mich doch sehr interessieren, WO das (in welchem Land) so stattgefunden hat? Oder verschweigen Sie ds absichtlich?“
    Wenn in muslimischen Ländern Menschen gesteinigt werden und dies weltweit ausgestrahlt wird, dann kann man auch dieses Video veröffentlichen. youtube.com entscheidet, ob das video zugelassen wird oder nicht. Bisher sprach nichts dagegen.

    „Es wäre wünschenswert, wenn sich der VS einmal mit dem Blog hier (und seinen “Hintermännern” 😉 befassen würde. Werde das mal “anregen”.“
    Das verstehe ich nun wirklich nicht? Gab es etwas verfassungsfeindliches in diesem Blog? Bitte um Rückmeldung. In welchem Post? Dieser Blog dient einzig und allein dem Abbau von Vorurteilen gegen den Islam. Ich denke hier liegt das eigentliche Problem. Man will das negative Image einer Religionsgemeinschaft aufrecht erhalten. Und dann mit Stasi-Methoden zu drohen, wie VS melden. In welcher Zeit leben wir? Ich kann Sie ja auch beim VS melden unter Ihrer IP-Adresse.

    Einen schönen Abend noch.

  4. alime

    Hallo Elmar,

    Stellungnahme zu „P.S.
    Nur damit kein falscher Eindruck entsteht: Ich habe zu ALLEN Religionen ein ÄUSSERST GESPANNTES Vrhältnis !“
    Wenn Sie persönlich mit Religionen nichts anfangen können, dann finde ich es schade, dass man dies als Grundlage nimmt, um die Glauben Anderer anzugreifen. Hitler, Stalin, Lenin, Honneker, Musolini, etc. hatten auch zu ALLEN Religionen ein ÄUSSERST GESPANNTES Vrhältnis. Weder, Juden, Christen oder Muslime noch Hindus konnten unter den Fängen von solchen atheistischen Menschen ihren Glauben praktizieren. Die Aufstände, die derzeit im „chinesischen Tibet“ vehement von uns DEUTSCHEN kritisiert werden, ist letztendlich eine Kritik gegen Unterdrückung von einer religiösen Minderheit. Es ist nichts anderes. Aber natürlich, wenn man die grauen Zellen etwas anstrengt, dann erkennt man, dass man ekonomisch boomende Länder, durch ihre innenpolitischen Debakel zur wirtschaftlichen Stagnation zwingen möchte. Warum gibt es diesen Aufruhr nicht bei der derzeitigen amerikanischen Aussenpolitik? Warum bei China und Iran?

    Ich bin gegen jede Art von Gewalt gegen Unschuldige. Da mache ich keinen Unterschied zwischen Muslim oder Nicht-Muslim. Die Folterfotos aus Iran sind genauso abscheulich, wie die Folterfotos oder Foltervideos aus Abu Ghraib, etc.

    Todenhöfer hat da absolut Recht, das Leben eines Arabers oder eines Muslims ist in westlichen Augen nicht mehr Wert, als das eines weissen Christen. Sehen Sie das auch so?

    Gibt es ein überlegeneres Volk, sowohl genetisch (völkisch) als auch kulturell?

    Sie haben keinen Bezug zu Religionen. Ich erinnere an dieser Stelle an das berühmte Zitat von Nietsche „Gott ist tod“ oder „Religion ist Opium für das Volk“. Die philosophischen Religionskritiker kommen häufig aus dem christlichen Abendland. Wieso? Es wird hier das christliche Gottesbild und Gottesverständnis angeprangert. Warum?

    Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Ich will keinen Glauben schlecht reden. Das läßt mein eigener Glaube nicht zu. Ich achte den Glauben anderer Menschen. Besonders der Christen und Juden, da wir alle an Noa, Moses, David und Jesus glauben.

    Lesen sie das Buch von Muhammed Asad (alias Leopold Weiss) „Der Weg nach Mekka“. Dort werden sie sicherlich viele Antworten finden.

    Als Muslim glaube ich daran, dass wir alle Söhne Adams sind und als solchen betrachte ich alle meine Mitmenschen. Sie auch, Elmer. Ich schüre keinen Hass gegen irgend eine Religion oder Ethnie. Ich hinterfrage aber Ideoligien, Sekten und Ungerechtigkeiten in jeglicher Form. Und das sollte jeder aufgeklärte Bürger tun.

  5. alime

    Ich glaube an Ihre Art gewöhne ich mich so langsam… 😉

    Jetzt mal Scherz bei Seite. Da ich das Niveau des Blogs unbedingt wahren möchte, bitte ich Sie wirklich Konstruktives zu schreiben. Ihre Stasi-Art ist eher……….. ermüdend.
    Also ich mache Ihnen ein Angebot. Die Welt hat jetzt Ihre intellektuellen Startversuche erlebt. Und ich habe diese Beiträge auch 24h draufgelassen. Das „Kind“ hat jetzt seinen Schnuller bekommen. 🙂 Aber jetzt ist Schluss. Kein Schnuller mehr. 😦
    Ich bitte Sie keine Kommentare mehr zu schreiben, aus den o.g. Gründen. Bitte respektieren Sie das. Ich werde die Posts, die meines Erachtens nicht konstruktiv sind einfach löschen.

    Einen schönen Abend noch…

  6. insa

    necla kelek ist vielleicht nur eine, die an ihrer eigenen Karriere interessiert ist, aber Prof. Dr. Yasemin Karakasoglu auch. Es häufen sich mittlerweile die Leute, die von ihr ausgebeutet werden. Häufig sind es Muslime, muslimische studenten, Doktoranden, etc. Sie lässt sie für sich arbeiten, denkt aber nicht daran sie zu bezahlen. in der regel hält sie die leute über jahre mit leeren Versprechungen hin. ich glaube, sie vertritt nur die gegenposition zu necla kelek, weil necla keleks position eben durch sie schon besetzt ist. karakasoglu hat nur die andere strategie. wenn es aber darum geht, wirklich muslimische minderheiten in deutschland zu fördern, verhält sie sich rassistischer als andere. da geht es einfach darum, in der unilandschaft zu zeigen: hey, ich gehöre zu euch. ich bin eine von euch. über muslime schreibe ich zwar mal was und die mache ich zum objekt meiner forschung, aber wirkliche anerkennung kriegen die von mir nicht. diese art des rassismus ist leider oft vertreten. zum beispiel bei Menschen mit schwarzafrikanischen und weißen wurzeln, die heller sind als andere schwarzafrikaner. sie hoffen durch den rassismus, mit dem sie dunkleren schwarzen gegenübertreten, endlich zu den weißen, zu den privilegierten gehören zu können. Karakasoglus Einsatz für Muslime ist also nichts als fake. sie stellt selbst deutsche ein, lässt aber türken und afghanen arbeiten, die nicht bezahlt werden………….und es soll noch viel mehr solcher geben.

  7. insa

    ihre mutter ist ja auch deutsche….und ihr vater hat ja auch studiert….sie stellt immer wieder klar, ich bin nicht son gesindel, wie die anderen türken und muslime hier, denen mit alphabetisierungskursen geholfen werden muss….

  8. Auf http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5058910/ findet gerade eine interessante (bzw. eigenartige) Diskussion über Necla Kelek statt.

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