Rufmord


14.04.2008 Köln: VIKZ wehrt sich mit Presseerklärung gegen Bericht des „Kölner Stadtanzeigers“. Autorin Jonker: „Aufgewärmte Vorwürfe „. Brandanschlag in St. Ingbert? (iz). Gegen einen Artikel des „Kölner Stadtanzeigers“ wehrte sich der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) mit einer Presseerklärung. Der Rechtsanwalt des Verbandes kündigte auch presserechtliche Schritte an. Der Kölner Verband sieht in dem Artikel eine Rufmordkampagne, da Inhalt und auch die Form der Darstellung auf Polarisierung und Ausgrenzung des VIKZ ausgerichtet seien. Der VIKZ distanzierte sich in seiner Erklärung in „aller Deutlichkeit von den Verleumdungen“ und wies alle Vorwürfe mit Entschiedenheit zurück. Die Vorwürfe seien nach Angaben des Verbands nicht neu und bestünden seit 2004. Der Artikel im „Stadtanzeiger“ bezieht sich vor allem auf ein Dossier der dortigen Polizei. Nach Angaben des VIKZ habe der Kölner Kriminalinspektionsleiters Rüenaufer allerdings bestätigt, dass die Ausführungen einer Professorin aus Marburg Grundlage des im Artikel erwähnten Dossiers seien. Von der umstrittenen Islamwissenschaftlerin stammen laut Rüenaufer auch die Formulierungen „antiwestlich, antidemokratisch und antijüdisch“ und nicht, wie im Artikel hervorgehoben dargestellt, von der Polizei. Die bisherigen NRW-Verfassungsschutzberichte gibt den Urteilen der Professorin in keinem Punkt Recht und erwähnt den Verband auch nicht. Das „Dossier des Polizeipräsidiums Köln“, so der VIKZ, sei der VIKZ nicht bekannt und habe nach deren Angaben bisher auch zu keinen Beeinträchtigungen in der Zusammenarbeit mit Behörden geführt. Entgegen des Berichts stellt der VIKZ fest, dass zu keiner Zeit auf der einzigen Interseite des Verbandes (www.vikz.de) die Behauptung: „Bringt euren Kindern das Ritualgebet bei. Wenn sie zehn Jahre alt werden und immer noch nicht beten, so sollt ihr sie schlagen, damit sie es tun“ gestanden habe. Der VIKZ verwies in Bezug auf die Jugendarbeit auf seine über dreißigjährige Praxis hin. Kein junger Mensch, der in irgendeiner Form die Jugendarbeit des VIKZ genossen hat, sei bisher mit Gewalt, Antisemitismus oder antiwestlicher Haltung in Verbindung gebracht worden. Vielmehr seien diese Menschen integriert. Die Religionswissenschaftlerin Gerdien Jonker, die für ihr Buch über den VIKZ drei Jahre lang Gemeinden in Deutschland, Belgien und den Niederlanden untersuchte, hält die neuen Vorwürfe für „aufgewärmt“. „Man kann ihnen Verschlossenheit und Konservatismus vorwerfen, aber da müsste man auch andere religiöse Gemeinschaften belästigen, die katholische Kirche allen voran.“ Das Polizeidossier aus Köln spiegle ein „institutionalisiertes Narrativ aus der Türkei“, sagte Jonker dem Tagesspiegel am Sonntag. Dort würden die „Süleymanci“ traditionell schon deswegen als staatsfeindlich angesehen, weil sie sich privat und ohne staatliche Vorgaben religiös betätigten. Heute morgen gab es auch einen Brand bei einer VIKZ-Moscheegemeinde in St. Ingbert. Hierbei brannte ein Depot im Hof der Moschee fast aus. Nachdem es zuvor Hakenkreuz-Schmierereien gab, prüft die zuständige Polizei nun eine mögliche Brandstiftung. Der VIKZ-Vorstand beklagt eine Zunahme ausländer – und islamfeindlicher Aktionen gegen seine Gemeinden.

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