Muslimischer Gebetsraum im Meller Krankenhaus eröffnet

26.11.2008 Muslimischer Gebentsraum im Meller Krankenhaus eröffnet. Von Yasin Bas
„Ein Beitrag zur Förderung des Islams in die deutsche Gesellschaft“
Melle (iz). Ein muslimischer Gebetsraum schmückt neuerdings das Krankenhaus Christlichen Klinikum Melle (CKM). Der Religionsattaché des türkischen Generalkonsulats, Seyfi Bozkus, Vertreter der Türkisch-Islamischen „DITIB-Mimar Sinan Moschee-Melle“ und Mitarbeiter des Klinikums eröffneten den Gebetsraum in einem gemeinsamen Festakt. Nach Angaben der DITIB-Mimar-Sinan-Moschee ist das Mascid der erste Gebetsraum dieser Art in einem niedersächsischen Krankenhaus. Mit der Einrichtung sollen muslimische Patienten und Besucher die Möglichkeit erhalten, ihre Gebete zu verrichten und religiöse Bücher zu lesen. Der Gebetsraum ist mit einem nach Mekka ausgerichteten Teppich und einem Regal mit Büchern zum Islam sowie dem heiligen Koran ausgestattet. Durch diese Geste der Verständigung sei erst ein echter religiöser Austausch möglich, betonte Yilmaz Kilic, Vorsitzender des türkischen Elternrats in Melle und Initiator des Projekts.

Kilic hatte die Einrichtung gemeinsam mit Edmund Glüsenkamp, Geschäftsführer des Klinikums, in die Wege geleitet. Zu der feierlichen Eröffnung lud Kilic auch den Religionsattaché Seyfi Bozkus ein, der nur dafür aus dem etwa 150 Kilometer entfernten Hannover anreiste. Bei der feierlichen Eröffnung betonte Kilic, dass in der heutigen Welt der Dialog zwischen den Religionen sehr wichtig sei. Krankenhausdirektor Glüsenkamp, Religionsattaché Bozkus und Elternratsvorsitzender Kilic wünschten sich, dass das Mascid von den Menschen als „ihr Gebetsraum“ akzeptiert werde.i
Der in unmittelbarer Nähe der christlichen Kapelle liegende Raum soll verdeutlichen, dass beide Religionen auf „Augenhöhe“ stehen, sagte CKM-Geschäftsführer Glüsenkamp. Ergänzend fügte Kilic hinzu: „Dieser Raum ist ein gelungener Beitrag zur Förderung der Integration des Islams in die deutsche Mehrheitsgesellschaft.“ Attaché Bozkus und Hüseyin Akbayram, Vorsitzender der türkisch-islamischen DITIB-Moschee in Melle bedankten sich bei dem CKM-Geschäftsführer Glüsenkamp und den Krankenhaus-Trägern für die schnelle sowie unkomplizierte Kooperation.

Überdies besichtigte Religionsattaché Bozkus ein für Muslime bestimmtes Grabfeld im Meller Friedhof. Das Feld soll in etwa zwei Jahren für in Melle verstorbene Muslime bereitstehen. Attaché Bozkus besuchte zudem den Meller Bürgermeister Dr. André Berghegger. Berghegger dankte dem Gast aus Hannover für seinen Besuch. Beide sicherten sich eine gute Zusammenarbeit in der Integrationsarbeit der Muslime zu.

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