Die Arabische Liga leistet Milliardenhilfe für Palästina

AP) (Klick führt weiter zum nächsten Bild)

Nach dem Ende der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen sind hochrangige Vertreter der arabischen Staaten zu einem Gipfel in Kuwait zusammengekommen. An dem Treffen nehmen unter anderen Ägyptens
Staatschef Husni Mubarak, der syrische Präsident Bascher al Assad und der saudiarabische König Abdullah teil. Abdullah forderte Israel auf, das 2002 von ihm vorgeschlagene und von der arabischen Liga bestätigte
Friedensangebot anzunehmen. Dieses bietet Israel die Aufnahme normaler Beziehungen zu den arabischen Staaten an, falls sich der jüdische Staat aus allen Gebieten zurückzieht, die er im Sechs-Tage-Krieg 1967 besetzt hat. Der arabische Vorschlag liege nicht mehr lange auf dem Tisch, warnte Abdullah.

Der saudiarabische König und die anderen Gipfelteilnehmer wollen in Kuwait über ein Zwei-Milliarden-Dollar-Hilfspaket für die Palästinenser beraten. Das Geld soll nach dem dreiwöchigen Krieg in den Wiederaufbau des Gazastreifens fließen. Saudi-Arabien kündigte an, eine Milliarde Dollar (750 Millionen Euro) für den Wiederaufbau im Gazastreifen zu spenden. Katar hatte bereits zuvor 250 Millionen Dollar zugesagt.

22.000 Häuser im Gazastreifen zerstört

Nach palästinensischen Angaben hat die israelische Offensive im Gazastreifen einen Schaden von fast zwei Milliarden Dollar (knapp 1,5 Milliarden Euro) verursacht. Die palästinensische Statistikbehörde (PCBS) in Ramallah teilte mit, mindestens 22.000 Gebäude sowie große Teile der Infrastruktur seien beschädigt oder zerstört worden. Das soziale und wirtschaftliche Leben im Gazastreifen sei gegenwärtig „total gelähmt“, sagte der Leiter der Statistikbehörde, Loai Schabaneh. Die Wirtschaftsaktivitäten seien um mehr als 85 Prozent zurückgegangen. Am schlimmsten sei die Situation in der Landwirtschaft.

Ein Vertreter der radikalislamischen Hamas in Damaskus forderte unterdessen, die Araber sollten Hilfsgelder künftig der Hamas-Regierung im Gazastreifen direkt zukommen lassen und nicht der Fatah-Fraktion von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, der die Palästinenser bei dem Gipfel in Kuwait vertritt.

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