Archiv der Kategorie: deutschland

Die Frau in der Bibel

Die Stellung der Frau im christlichen Abendland wird durch verschiedene Traditionen geprägt. Unter ihnen lassen sich drei Hauptstränge unterscheiden, nämlich die griechisch-römische, die germanische und diejüdisch-christliche Tradition.

Erst die christliche Tradition, die die griechisch-römische und die germanische integrierte, enthielt eine religiös geprägte Definition der Stellung der Frau. Charakteristisch ist, daß gegenüber den vorhergehenden Traditionen die religiöse Definition der Stellung der Frau gerade zu ihrer Unterordnung führte.
Die untergeordnete Stellung der Frau wurde schon von der Schöpfungsgeschichte her legitimiert. Die Frau sei aus einem Teil des Mannes, nämlich aus seiner Rippe gemacht worden, und Gott habe sie für den Mann gemacht, nämlich damit er »eine Gehilfin habe«.

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13. Oktober 2014 · 23:13

Der Islam als selbstverständlicher Bestandteil der deutschen Gesellschaft

Prämisse aller Bemühungen um die Überwindung islamophober Stereotype muss die Anerkennung der schlichten Tatsache sein, dass der Islam zu einem dauerhaften Bestandteil der deutschen Gesellschaft geworden ist. Diese Realität war bekanntlich bis in die 1990er Jahre hinein verdrängt worden. Über Jahrzehnte hinweg war man in Deutschland auf allen Seiten davon ausgegangen, dass es sich beim Islam hierzulande um eine vorübergehende „Gastarbeiterreligion“ handelte, deren nachhaltige Integration in die Gesellschaft kein Thema sein müsste. Die sprichwörtlichen Hinterhofmoscheen standen symbolisch für eine provisorische religiöse Selbstversorgung am Rande der Gesellschaft und zunächst ohne Perspektive der Dauer. Erst in den letzten Jahren hat sich in der Breite der Gesellschaft die Einsicht durchgesetzt, die Bundesinnenminister Schäuble im Vorfeld des von ihm einberufenen ersten Islamgipfels wie folgt formuliert hat: „Im Land leben rund drei Millionen Muslime, aber wir haben keine Beziehung zur vielfältigen muslimischen Gemeinschaft, obwohl sie ein fester Teil unserer Gesellschaft ist.“106

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21. Juni 2014 · 03:12

Urteil: Das Un-Friedens-Gebet

Das Gebet ist Pflicht
Das Gebet führt zu Frieden mit Gott und den
Mitmenschen
Beide hatten unschuldige – vielleicht sogar naive – Vorstellungen: Sie vertrauten
auf die Garantie ihrer Grundrechte, des Plularismus und der Glaubensfreiheit, das
in Deutschland jedem unabhängig von Herkunft, Geschlecht und Religion
zugesichert wird.
Fereshta fand es deswegen ganz selbstverständlich als gläubige Muslima, Kinder
in der Grundschule zu unterrichten, und studierte aus diesem Grund auf das
Lehramt – bis sie eines Tages eines Besseren belehrt wurde. Sie wurde von der
baden-württembergischen Kultusministerin Anette Schavan, selbst gläubige
Katholikin, und promoviert über das Thema „Person und Gewissen“, nämlich vor
die Wahl gestellt: Kopftuch oder Lehrerin in Staatsdienst – aber beides ginge
nicht!
Wie wir wissen, wurde der Rechtsstreit dazu mit einem Urteil des
Verfassungsgerichts beendet. Das Ergebnis war, dass nun die meisten
Bundesländer Kopftücher für Lehrerinnen in der Schule verboten haben und
Baden-Württemberg dieses Verbot sogar für Erzieherinnen der kommunalen
Kindergärten ausgeweitet hat. Etliche Instutionen und gesellschaftliche Bereiche
in Deutschland  z.T. in Europa sind diesem Beispiel gefolgt und verbannten die
Koptücher von gläubigen Musliminnen aus dem öffentlichen Leben.
Diese Woche haben wir einen weiteren Akt dieses Trauerstücks erlebt:

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Eingeordnet unter deutschland, Du'a (Bittgebet), gesellschaft, muslim

Motive und Hintergründe von Islamkritikern


A Was bewirkt die Islamkritik?

1. Emotionen der Mehrheitsgesellschaft werden mobilisiert.

2. Paranoia ähnliche Zustände werden in der Gesellschaft hervorgerufen. Der türkische Gemüsehändler, der regelmäßig in die Moschee geht, wird mit Bin Laden in die selbe Schublade gesteckt.

3. Die Mehrheitsgesellschaft befürchtet den Verlust der eigenen Gewissheiten durch einen radikal beschleunigten Wandel. Es folgen einfache Erklärungsmuster in denen Muslime die Sündenböcke für allgemein gesellschaftliche Veränderungen herhalten müssen.

B Was sind die Methoden und Techniken von Islamkritikern?

Viele islamkritische Gruppen benutzen Techniken, um die Muslime mit bestimmten Fehlverhalten oder Verbrechen öffentlichkeitswirksam zu assoziieren. Dabei wird zwischen steigende religiöse Intensität und „Terrorakt“ ein Bezug hergestellt. Nur derjenige, der klare Signale der kulturellen Unterordnung oder Ablehnung eigener Glaubensinhalte sendet, wird als „guter Muslim“ definiert. Der praktizierende Muslim, der in eine Moschee geht, wird hier zum Feindbild. Muslimen, die in der Öffentlichkeit stehen und den Terror ablehnen, wird unterstellt, dass sie dies nur aus taktischen Gründen täten.

Wer einer Zeitung, die von Islamkritikern als islamistisch bezeichnet wird ein Interview gibt, wird als Islamistenfreund denunziert.

Personenkreise, die sich für einen debattierenden und diskutierenden gesellschaftlichen Umgang einsetzen, werden als „naive Gutmenschenverspottet. Als „feindlich“ eingestufte Muslime oder Organisationen werden aus dem öffentlichen Diskurs verbannt.

C Welche Beweggründe haben Islamkritiker?

1. Ideologische Motive, wie z.B. extrem Links, extrem Rechts, allgemeine Religionsfeindlichkeit

2. Persönliche Gründe: Negative Erfahrungen mit Muslimen in der Herkunftsfamilie

(Der Öffentlichkeit sind meistens diese Beweggründe nicht bekannt.)

D Profile von Islamkritikern.

Necla Kelek: allgemeine religionskritische Motivation; Wunsch nach einem starken republikanischen Staat, der sich gegen die Religion definiert; Starke persönliche Prägung während ihrer Kindheit in der säkularen und kemalistischen Türkei; Medientaugliche Umsetzung ihrer Konversionsbiographie. Die schrieb in ihrer Dissertationsarbeit sehr sachlich, genau und intelligent und ging auf die Mechanismen der Öffentlichkeit ein und analysierte die Verbreitung von Klischees. Drei Jahre später beteiligt sie sich selber an der Verbreitung von Klischees. Sie nimmt ihre eigene Biografie und macht sie zu einem Muster für das, was Einwanderer in Deutschland erlebt haben. Wenn man ihre Doktorarbeit und ihre späteren populären Bücher nebeneinander legt, stellt man einen Rückschritt im Niveau fest. Es stellt sich die berechtigte Frage: „Warum und welches Interesse hat sich neben dem wissenschaftlichen Interesse bei ihr durchgesetzt?“ Hat etwa die Erfahrungsbewältigung mit ihrem Vater dabei eine Rolle gespielt? Sind ihre populären Bücher insgeheim eine Abrechnung mit ihrem Vater und somit eine Verarbeitung eines Traumas auf Kosten von muslimischen Migranten?

Hartmut Kraus: Ist der Herausgeber des Buches „Feindbild Islamkritik“. Er formuliert eine allgemeine Kritik am Islam, die auf dem ersten Blick diskussionsfähig erscheint. Doch dahinter steckt die eigene Agenda, die man in einem ganz neutralen Sinne als eine Ideologie bezeichnen kann.

Henryk M. Broder: Ist ein großer Stratege, der sich genau überlegt, welche Themen er wann in den Medien aufgreift. Er vernetzt auch teilweise die Leute, indem er mit ganz offenem Visier kämpft.

Johannes Kandel: Ist Autor, aktiv in der Friedrich Ebert Stiftung und ironischerweise Leiter desInterkulturellen Dialogs“. Er agiert aus einer Halböffentlichkeit heraus.

Linke Fraktion: Bestehen aus Marxisten und radikalen Säkularisten, die sich auch in Vergangenheit gegen das Christentum in Deutschland gewandt haben.

Rechte Fraktion: Ausgangspunkt stellt hier ein altmodisch deutscher Nationalismus und eine wehrhafte Integrität des deutschen Staates dar.

E Parallelen in der Geschichte.

1. In den 60er Jahren war in den USA die McCarthyVerschwörungstheorie stark verbreitet und linksliberale US-Bürger mit kommunistischen Agenten gleichgesetzt worden. Diese linksliberalen Bürger waren journalistisch tätig oder gingen einem bürgerlichen Beruf nach.

2. Im amerikanischen Kontext gibt es das klassische Beispiel der Antikatholizismus im Vergleich zu dem in Deutschland heiklen Antisemitismus. Sowohl der Antisemitismus als auch der Antikatholizismus sind durch die Struktur des Verdachts geprägt. In beiden Fällen hat man eine global agierende Religion und ist als polemischer Antikatholik von der Geschlossenheit dieser Religion überzeugt. Der irische und deutsche Katholik, der zur Sonntagsmesse geht, geriet unter Generalverdacht und wurde als der innere Feind betrachtet.

(Quelle: Islamische Zeitung – April 2011; S. 2, 3, 12 )

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Wie viel Islam verträgt Deutschland?

Michel Friedman (25. Februar 1956 in Paris) ist ein deutscher Rechtsanwalt, Politiker, Kolumnist und Fernsehmoderator. In dieser Talkrunde mit Norbert Geis wird auf die Rede von Bundespräsident Wulff eingegangen.

Was ist eure Meinung?

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Eingeordnet unter christen, demokratie, deutschland, islam, Islambild, Islamophobie

Doktorarbeit: Deutsche kaiserliche Militärmedizinschule bei den Türken

Im Mai 1898 wird Robert Rieder, Professor der Chirurgie an der Universität Bonn, von der türkischen Regierung für drei Jahre als Inspektor der kaiserlichen Militärmedizinschule verpflichtet, um dieselbe zu reorganisieren. Wie sein
Wirken in der Türkei aussehen soll, ist nicht genau definiert, und so bildet er sich seine eigene individuelle Anschauung und Auffassung über die ihm anvertraute Mission.

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Eingeordnet unter deutschland, Türkei, wissenschaft

Neues vom Deutschen Wissenschaftssrat

Empfehlungen zur Weiterentwicklung von Theologien und religionsbezogenen Wissenschaften an deutschen Hochschulen

Beim Orientalistentag in Marburg wurden im Rahmen einer Podiumsdiskussion verschiedene Kritikpunkte an diesen Empfehlungen aus Sicht der Islamwissenschaft artikuliert. Die im Zuge dessen angekündigte Stellungnahme von Fachvertretern und -vertreterinnen liegt nunmehr in einer überarbeiteten Form vor. Wir möchten Sie bitten, uns möglichst schnell (nicht später als bis zum 15. Oktober) Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge zukommen zu lassen. Diese werden wir, so weit wie möglich, einarbeiten, um dann in einem zweiten Durchlauf die Namen all derer einzusammeln, die bereit sind, den Aufruf öffentlich zu unterstützen. Die endgültige Version mitsamt Namensliste soll dann an politische Entscheidungsgremien (sprich: die zuständigen Kultusministerien), Universitätsleitungen sowie als Presseerklärung (möglichst im Namen der DAVO und der DMG) verschickt werden. Bitte beachten Sie, dass der Text unbedingt auf eine Seite beschränkt bleiben soll, weil im Zweifelsfalle kein Politiker mehr als eben diese eine Seite lesen wird.

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