Archiv der Kategorie: Islambild

Muslime im Postkolonialismus

Die Entwicklung der Lage islamisch-arabischer Frauen in unserem müssen wir im Zusammenhang mit der Überwindung des Kolonialismus und der Entstehung eines arabischen Nationalismus sehen. Der arabische Nationalismus ist eine im 19. Jahrhundert entstandene politische Bewegung, die sich die Bildung einer arabisehen Nation zum Ziel gesetzt hatte.

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16. Oktober 2014 · 19:44

Der Islam als selbstverständlicher Bestandteil der deutschen Gesellschaft

Prämisse aller Bemühungen um die Überwindung islamophober Stereotype muss die Anerkennung der schlichten Tatsache sein, dass der Islam zu einem dauerhaften Bestandteil der deutschen Gesellschaft geworden ist. Diese Realität war bekanntlich bis in die 1990er Jahre hinein verdrängt worden. Über Jahrzehnte hinweg war man in Deutschland auf allen Seiten davon ausgegangen, dass es sich beim Islam hierzulande um eine vorübergehende „Gastarbeiterreligion“ handelte, deren nachhaltige Integration in die Gesellschaft kein Thema sein müsste. Die sprichwörtlichen Hinterhofmoscheen standen symbolisch für eine provisorische religiöse Selbstversorgung am Rande der Gesellschaft und zunächst ohne Perspektive der Dauer. Erst in den letzten Jahren hat sich in der Breite der Gesellschaft die Einsicht durchgesetzt, die Bundesinnenminister Schäuble im Vorfeld des von ihm einberufenen ersten Islamgipfels wie folgt formuliert hat: „Im Land leben rund drei Millionen Muslime, aber wir haben keine Beziehung zur vielfältigen muslimischen Gemeinschaft, obwohl sie ein fester Teil unserer Gesellschaft ist.“106

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21. Juni 2014 · 03:12

Die geistige Stellung der Frau im Islam

Lassen Sie mich damit beginnen, die falsche Auffassung über die geistige Stellung der Frau im Islam zu berichtigen und die Frage zu klären, ob sie eine Seele besitzt, die das Paradies erleben kann oder nicht. Der Koran unterstreicht kategorisch, daß Männer und Frauen, die nach den islamischen Grundsätzen leben, gleichen Lohn für ihre Mühen erhalten werden: „Siehe, die muslimischen Männer und Frauen, die gläubigen, gehorsamen, wahrhaftigen, standhaften, demütigen, almosenspendenden, fastenden, ihre Scham hütenden und Allahs häufig gedenkenden Männer und Frauen, bereitet hat ihnen Allah einen gewaltigen Lohn.“(33:35)

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9. Juni 2014 · 21:23

Der Status Quo der Ummah

Die derzeitigen Entwicklungen und die vielen aktuellen Probleme denen die muslimische Ummah (Gemeinschaft) gegenüber steht, stellen, besonders auf intellektueller Ebene eine ernste Herausforderung für den Islam dar. Deshalb war der Versuch, eine intellektuelle islamische Alternative das Denken und Wissen betreffend, auszuarbeiten, niemals so notwendig und erforderlich wie gerade jetzt.

Die folgenden Gedanken werden inschaAllah, helfen, eine klare und zusammenhängende Politik zu formulieren im Hinblick auf eine kulturelle Umwandlung, basierend auf festen Prinzipien und verläßlicher Vorausplanung. Wir hoffen auch, daß diese Politik zu wissenschaftlichen Entdeckungen führen wird. Als Einführung werden wir eine kurze Schilderung des derzeitigen Denkens- und Wissensstandes sowie der Erziehungs- und Kultursysteme der arabischen und muslimischen Welt geben.

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9. Juni 2014 · 15:44

Motive und Hintergründe von Islamkritikern


A Was bewirkt die Islamkritik?

1. Emotionen der Mehrheitsgesellschaft werden mobilisiert.

2. Paranoia ähnliche Zustände werden in der Gesellschaft hervorgerufen. Der türkische Gemüsehändler, der regelmäßig in die Moschee geht, wird mit Bin Laden in die selbe Schublade gesteckt.

3. Die Mehrheitsgesellschaft befürchtet den Verlust der eigenen Gewissheiten durch einen radikal beschleunigten Wandel. Es folgen einfache Erklärungsmuster in denen Muslime die Sündenböcke für allgemein gesellschaftliche Veränderungen herhalten müssen.

B Was sind die Methoden und Techniken von Islamkritikern?

Viele islamkritische Gruppen benutzen Techniken, um die Muslime mit bestimmten Fehlverhalten oder Verbrechen öffentlichkeitswirksam zu assoziieren. Dabei wird zwischen steigende religiöse Intensität und „Terrorakt“ ein Bezug hergestellt. Nur derjenige, der klare Signale der kulturellen Unterordnung oder Ablehnung eigener Glaubensinhalte sendet, wird als „guter Muslim“ definiert. Der praktizierende Muslim, der in eine Moschee geht, wird hier zum Feindbild. Muslimen, die in der Öffentlichkeit stehen und den Terror ablehnen, wird unterstellt, dass sie dies nur aus taktischen Gründen täten.

Wer einer Zeitung, die von Islamkritikern als islamistisch bezeichnet wird ein Interview gibt, wird als Islamistenfreund denunziert.

Personenkreise, die sich für einen debattierenden und diskutierenden gesellschaftlichen Umgang einsetzen, werden als „naive Gutmenschenverspottet. Als „feindlich“ eingestufte Muslime oder Organisationen werden aus dem öffentlichen Diskurs verbannt.

C Welche Beweggründe haben Islamkritiker?

1. Ideologische Motive, wie z.B. extrem Links, extrem Rechts, allgemeine Religionsfeindlichkeit

2. Persönliche Gründe: Negative Erfahrungen mit Muslimen in der Herkunftsfamilie

(Der Öffentlichkeit sind meistens diese Beweggründe nicht bekannt.)

D Profile von Islamkritikern.

Necla Kelek: allgemeine religionskritische Motivation; Wunsch nach einem starken republikanischen Staat, der sich gegen die Religion definiert; Starke persönliche Prägung während ihrer Kindheit in der säkularen und kemalistischen Türkei; Medientaugliche Umsetzung ihrer Konversionsbiographie. Die schrieb in ihrer Dissertationsarbeit sehr sachlich, genau und intelligent und ging auf die Mechanismen der Öffentlichkeit ein und analysierte die Verbreitung von Klischees. Drei Jahre später beteiligt sie sich selber an der Verbreitung von Klischees. Sie nimmt ihre eigene Biografie und macht sie zu einem Muster für das, was Einwanderer in Deutschland erlebt haben. Wenn man ihre Doktorarbeit und ihre späteren populären Bücher nebeneinander legt, stellt man einen Rückschritt im Niveau fest. Es stellt sich die berechtigte Frage: „Warum und welches Interesse hat sich neben dem wissenschaftlichen Interesse bei ihr durchgesetzt?“ Hat etwa die Erfahrungsbewältigung mit ihrem Vater dabei eine Rolle gespielt? Sind ihre populären Bücher insgeheim eine Abrechnung mit ihrem Vater und somit eine Verarbeitung eines Traumas auf Kosten von muslimischen Migranten?

Hartmut Kraus: Ist der Herausgeber des Buches „Feindbild Islamkritik“. Er formuliert eine allgemeine Kritik am Islam, die auf dem ersten Blick diskussionsfähig erscheint. Doch dahinter steckt die eigene Agenda, die man in einem ganz neutralen Sinne als eine Ideologie bezeichnen kann.

Henryk M. Broder: Ist ein großer Stratege, der sich genau überlegt, welche Themen er wann in den Medien aufgreift. Er vernetzt auch teilweise die Leute, indem er mit ganz offenem Visier kämpft.

Johannes Kandel: Ist Autor, aktiv in der Friedrich Ebert Stiftung und ironischerweise Leiter desInterkulturellen Dialogs“. Er agiert aus einer Halböffentlichkeit heraus.

Linke Fraktion: Bestehen aus Marxisten und radikalen Säkularisten, die sich auch in Vergangenheit gegen das Christentum in Deutschland gewandt haben.

Rechte Fraktion: Ausgangspunkt stellt hier ein altmodisch deutscher Nationalismus und eine wehrhafte Integrität des deutschen Staates dar.

E Parallelen in der Geschichte.

1. In den 60er Jahren war in den USA die McCarthyVerschwörungstheorie stark verbreitet und linksliberale US-Bürger mit kommunistischen Agenten gleichgesetzt worden. Diese linksliberalen Bürger waren journalistisch tätig oder gingen einem bürgerlichen Beruf nach.

2. Im amerikanischen Kontext gibt es das klassische Beispiel der Antikatholizismus im Vergleich zu dem in Deutschland heiklen Antisemitismus. Sowohl der Antisemitismus als auch der Antikatholizismus sind durch die Struktur des Verdachts geprägt. In beiden Fällen hat man eine global agierende Religion und ist als polemischer Antikatholik von der Geschlossenheit dieser Religion überzeugt. Der irische und deutsche Katholik, der zur Sonntagsmesse geht, geriet unter Generalverdacht und wurde als der innere Feind betrachtet.

(Quelle: Islamische Zeitung – April 2011; S. 2, 3, 12 )

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Wie viel Islam verträgt Deutschland?

Michel Friedman (25. Februar 1956 in Paris) ist ein deutscher Rechtsanwalt, Politiker, Kolumnist und Fernsehmoderator. In dieser Talkrunde mit Norbert Geis wird auf die Rede von Bundespräsident Wulff eingegangen.

Was ist eure Meinung?

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Sarrazin-Fan wird von Teenagern vorgeführt

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PUMA will Styleislam stoppen

Assalamu Alaikum, liebe Brüder und Schwestern im Islam!
Habt Ihr schon gehört? Styleislam soll von Puma verklagt werden. Ich kenne die Macher von Styleislam persönlich. Alles bodenständige und durchweg coole Leute. Der Fashion-Riese will sie zu 250.000 Euro verdonnern. Es geht um das JUMA-Motiv, das mir und ich spreche da, denke ich, für alle, über die Jahre ans Herz gewachsen ist.  Puma besteht felsenfest darauf, dass das Motiv eine Kopie des Puma-Logos ist. Total unfair, weil JUMA kein neuer Markenname ist, sondern einfach nur den  für uns heiligen Freitag bezeichnet.

Darum sollten wir unseren Styleislam-Geschwistern mit Rat und Tat zur Seite stehen und sie mit Protestmails an Puma (an info@puma.com ) unterstützen. Ich habe bereits eine solche Nachricht Richtung Puma geschickt.  Wenn Ihr auch aktiv werden möchtet, hier vielleicht ein paar Tipps zum Inhalt, da ich finde, dass man seinem Ärger Ausdruck verleihen sollte, dabei aber freundlich bleiben muss:
Macht deutlich, dass JUMA als Motiv vom Aussehen her und von der Bedeutung her nichts mit PUMA zu tun hat. Juma ist unser heiliger Tag.
Drückt alles mit Euren eigenen Worten aus. Klingt viel schöner und man sieht, dass Ihr Euch Mühe gegeben habt.
Zeigt, dass Ihr verärgert seid.
Werdet aber niemals beleidigend. Verhaltet Euch einfach wie gute Muslime im Ramadan.:-)
Also ran an die Tastaturen und fleißig tippen. Es sind maximal 5 Minuten, die Ihr braucht um unseren Geschwistern im Islam zu helfen. Erzählt Euren Bekannten, Freunden und Verwandten davon. Möge Allah Euch für Eure Hilfe belohnen! Amin!
Ramadan Karim

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muslime.tv

Selam und hallo liebe Leser,

es gibt seit Kurzem einen Videokanal namens muslime.tv. Hier werden Muslime aus dem Alltag präsentiert. Ihr beruflicher, biographischer Hintergrund, aber auch ihre Meinung zu allgemeinen gesellschaftlichen Fragen.

Hier das Intro:

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Kriminelle Migranten sind nicht religiös!

Selamualeikum und hallo zusammen,

das Kriminologische Institut Niedersachsen e.V. hat vor Kurzem eine Studie „Kinder und Jugendliche in Deutschland: Gewalterfahrung, Integration und Medienkonsum“ herausgebracht, die von einigen Medien mit stigmatisierender Erwartungshaltung jugendliche Muslime und erhöhtes Kriminalitätspotential verband.

Und hier der Bericht als .PDF
KfN Studie1

Die Dokumentation vom WDR namens “ Bandenkrieg – Die geheime Welt der Türsteher Gangs“ verdeutlicht, dass der Islam bzw. die Religiösität kein Faktor für Kriminalität und Gewaltbereitschaft ist. Ein gläubiger und praktizierender Muslim macht eher „community Arbeit“ und versucht gerade diese gewaltbereiten Jugendlichen aus den Händen der kriminellen Banden zu retten. Deutschland sollte diesen Muslimen dankbar sein. Sie sind viel effektiver und mutiger als sogenannte Streetworker, weil sie gleiche bzw. ähnliche Sozialisierungshintergründe, wie kriminelle Migranten, haben.




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