Archiv der Kategorie: Türkei

INTERVIEW MIT MURAT YILMAZ (IHH VIZE PRÄSIDENT)

Können Sie sich uns kurz vorstellen?

Ich heiße Murat Yılmaz. Ich bin 1974 in Istanbul geboren und komme ursprünglich aus Ordu – Mesudiye.
Ich bin verheiratet und habe eine Tochter. Sie heißt Ayşe Meryem.
Ich habe an der Istanbul Universität Türkische Literatur studiert und später meinen Master in International Affairs gemacht.
Gegenwärtig befasse ich mich mit dem Thema Balkan.
Ich habe verschiedene Studien über den Sandschak, Bosnien und Kosovo verfasst.
Diese Studien wurden auch als Buch veröffentlicht.
Das Buch befasst sich intensiv mit dem Krisenpotential dieser Region.
Aber leider haben sich meine Visionen nicht verwirklicht.
Ich habe gehofft, dass die Sandschak Region sich nicht teilt.
Jedoch haben sich Serbien und Montenegro getrennt und mein Wunsch ist leider nicht in Erfüllung gegangen.
Ich arbeite nun seit 16 Jahren für IHH.
So viel zu meiner Person.

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Doktorarbeit: Deutsche kaiserliche Militärmedizinschule bei den Türken

Im Mai 1898 wird Robert Rieder, Professor der Chirurgie an der Universität Bonn, von der türkischen Regierung für drei Jahre als Inspektor der kaiserlichen Militärmedizinschule verpflichtet, um dieselbe zu reorganisieren. Wie sein
Wirken in der Türkei aussehen soll, ist nicht genau definiert, und so bildet er sich seine eigene individuelle Anschauung und Auffassung über die ihm anvertraute Mission.

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Cenk Uygur nimmt Stellung zur Exekution eines US-Bürgers von Israelis



Der Blog von Cenk Uygur

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Ahmet Davutoğlu und Eurasia

In einem Interview, das die Zeitschrift Newsweek mit dem amtierenden Aussenmisnister der Republik Türkei führte, betonte der Amtsinhaber Ahmet Davutoglu die neue wirtschaftliche und politische Rolle der Türkei.

Davutoglu nahm Bezug auf die Türkei-Israel Beziehung, die sich nach der Ermordung von 9 türkischen Friedensaktivisten, die Teil einer Freidensmission waren und Hilfsgüter an das international isolierte palästinensische Völk austeilen wollten, drastisch änderte. Davutoglu bezeichnete die Tat des israelischen Militärs als Verbrechen und hält an der Forderung fest, dass eine internationale Kommission mit der Untersuchung des Falles beauftragt werden soll. Doch falls Israel sich dieser Kommission entziehe, so müsse sein militärisches Vorgehen als Verbrechen anerkennen, sich bei den Hinterbliebenen entschuldigen und Entschädigung zahlen. Falls die internationale Gemeinschaft basierend auf dem internationalen Recht nicht nach den Gründung der Tötung von 9 Zivilisten fragt, dann müsse dies von der türkischen Regierung getan werden. Die Türkei-Israel Beziehung werde sich erst wieder dann normalisieren, wenn Israel Klarheit und Transparenz in diese Angelegenheit geschaffen hat. Falls Israel nicht dazu bereit wäre, so habe die Türkei das Recht eine einseitige Sanktion gegen Israel auf zu erlegen. Israel wäre bereits über die Art von Sanktion informiert. Dies werde aber der Weltöffentlichkeit noch nicht mitgeteilt. Ankaras neue „zero problems with neighbours“ Aussenpolitik wäre bei eine Sanktionierung von Israel nicht gefährdet, weil der Faktor „Frieden mit den Nachbarländern“ mindestens genauso von Bedeutung ist. D.h. falls ein Akteur den regionalen Friedensprozess blockiert, Zivilisten von der Aussenwelt isoliert, Zivilisten auf internationalen Gewässern massakriert, dann darf der „Frieden mit den Nachbarländern“ nicht Aufgrund der „zero problems with neighbours“ Aussenpolitik gefährdet werden. Diese Art von israelischer Aussenpolitik ist eine Bedrohung für den regionalen Friedensprozess in Nahost. Das schön Reden oder Relativieren dieser Politik, die definitiv gegen Frieden gerichtet ist, nur um keine Probleme mit dem Nachbarn zu haben, wird von der Republik Türkei nicht akzeptiert. Auf die Frage, ob die Türkei sich eine nach Osten ausgerichtete Aussenpolitik, auf Kosten des Verlustes des Westens leisten könne, antwortete Davutoglu wie Folgt: „Die Türkei ist ein Teil des Westens. Falls der Westen die Türkei als ein Objekt betrachtet, das sich mal drinnen und mal draussen sich befindet, so ist dies ein Denkfehler.“ Die Türkei habe das Recht, wie alle anderen Mitgliedsstaaten auch, auf Mitsprache in der NATO. Niemand habe das Recht die westliche Allianz zu dominieren und andere nach eigenem Belieben auszuschließen. Wenn der Westen für Werte einsteht, wie: soft power, wirtschaftlicher Interdependenz und Menschenrechte, dann sind dies auch Werte, die die Türkei schätzt und verteidigt. Diese Werte werden jedoch einer Probe unterzogen, in der deren Aufrichtigkeit und Allgemeingültigkeit geprüft wird. 9 Zivilisten wurden auf offener See getötet. Werden wir basierend auf diesen Werten nur dann handeln, wenn der Aggressor ein östlicher oder muslimischer Staat und schweigen, wenn Israel Menschrechte verletzt? Wenn dieser doppelter Standard ein westlicher Wert ist, dann teilt die Türkei nicht diesen Wert mit dem Westen.

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Launch einer türkischen Podcast Produktion

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Newsweek interviews AK Party

„Because of our good relations with Syria and Israel, we were asked by both of them to effect better communication,“ said Turkish PM Erdogan in an interview with Newsweek OWEN MATTHEWS/NEWSWEEK Despite a landslide election win last summer, Recep Tayyip Erdogan, Turkey’s prime minister, is fighting for his political life.

Turkey’s Constitutional Court is considering an indictment accusing Erdogan and 70 other figures from his party, the AK Party, of „seeking to undermine the secular state.“ Prosecutors demand that the accused be banned from politics for five years and the AK Party closed down. The morning that the party submitted its defense to the court, Erdogan spoke to NEWSWEEK’s Owen Matthews in Ankara. Newsweek: Can Islam and modernity coexist? Erdogan: Turkey has achieved what people said could never be achieved—a balance between Islam, democracy, secularism and modernity. [Our government] demonstrates that a religious person can protect the idea of secularism.

In the West the AKP is always portrayed as being „rooted in religion.“ This is not true. The AKP is not a party just for religiously observant people—we are the party of the average Turk. We are absolutely against ethnic nationalism, regional nationalism and religious chauvinism. Turkey, with its democracy, is a source of inspiration to the rest of the Islamic world. You have made speeches calling for new thinking in Islam. We as politicians cannot enter into debates about modernizing Islam. As politicians we do not have the right. Nor do Islamic scholars. But we can speak about the place of Muslims in modern society and their contribution to a modern way of life. We can speak about the place of women. For example, in Turkey today the AKP is the best way for women to take an active part in political life.

We have the largest number of female M.P.s. If you have such a liberal vision, why is it that you are being prosecuted for allegedly being too Islamist? I cannot comment while the case is still being considered by the court. How have religious attitudes changed in Turkey during your lifetime? The rules of religion stay the same, but people’s attitudes towards religion have changed. The urbanization of the country has brought increased wealth and a different understanding of life. In the past, people had no alternatives. Now we have given people freedom of choice.

We have also enhanced the rights and freedoms of non-Muslims. For instance we have made changes to the building codes so that they do not refer to „mosque“ but to „place of religious worship.“ We put government money into restoring the Armenian church on Lake Van. And we have changed the law to help religious foundations [regain property confiscated by the state]. But you haven’t reopened the Orthodox seminary on Halki island [near Istanbul].

That is an educational problem, not a religious problem. We have to overcome some mutual problems with Greece, such as questions about the education of ethnic Turks in western Thrace. We hope to overcome these issues soon. What is Turkey’s role in facilitating recent negotiations between Israel and Syria? For 40 years Turkey had no diplomatic relations with Syria. When [the AKP] came to power we decided to normalize these relations.

Our policy is to win friends, and not to make enemies. Because of our good relations with both Syria and Israel we were asked by both of them to effect better communications. We’ve been speaking to the leaders of both countries. It’s important for us to try to gain some ground—if we can help achieve peace in the Middle East, that will have a major positive impact on the region. Is it your belief that Israel wishes to attack Iran? For a politician to speak about other countries‘ intentions is a big mistake. But I don’t want to see anything like that happen.

If it did, I cannot comprehend what will happen in the Middle East. We shouldn’t even think about this. My biggest hope [for peace] is that Israel stops its excessive use of force in the West Bank. Civilians are being killed in Gaza; children and old people. We have to be just—we cannot say that it’s right if one side [uses force] but condemn the other side for doing the same.

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Die Türkei übernimmt immer öfter die Rolle des Friedensvermittlers bei seinen Nachbarn

Türkei
Von Michael Thumann
Erdogans neue Außenpolitik
Bei Konflikten im Nahen und Mittleren Osten trifft man jetzt regelmäßig
auf die Türkei − als Friedensvermittler
Mal ehrlich, was haben wir von Tony Blair in letzter Zeit gehört? Nichts? Dabei ist der einstige britische
Premier der Chefvermittler des Westens im Nahen Osten. Aber da wir ehrlich sein wollen, müssen wir
feststellen, dass er trotz vieler Reisen kaum etwas zustande gebracht hat. Das liegt ein wenig an seiner
Irakkriegs−Vergangenheit, mehr aber noch an den Umständen. Frieden schaffen ist schwierig, solange der
Kriegsherr George Bush noch formell im Amt ist.
Was haben wir im Westen in letzter Zeit von türkischer Außenpolitik gehört? Nichts? Das ist bedauerlich,
denn wenn wir im Westen ehrlich sind, haben die Türken in diesem Jahr mehr zustande gebracht als alle
europäischen und amerikanischen Vermittler zusammen. Der Nahe und Mittlere Osten trifft sich am Ende der
Ära Bush am Bosporus. Wie haben die Türken das geschafft?
Am vergangenen Wochenende konferierten in Istanbul der pakistanische Präsident Asif Ali Zardari und der
afghanische Staatschef Hamid Karsai. Die beiden Länder haben, obwohl gleichermaßen mit den USA
verbündet, keine offiziellen diplomatischen Beziehungen. Der türkische Präsident Gül hatte sie eingeladen,
Premier Erdogan war bei den Gesprächen stets dabei. Thema waren die radikalislamischen Taliban, die gegen
die afghanische Regierung Krieg führen und im unkontrollierten Nordwest−Pakistan ihre Rückzugshöhlen
haben. Wie sind sie zu bekämpfen? Was kann Pakistan gegen die Taliban unternehmen? Muss man intensiver
mit den Radikalislamisten reden? Wie kann man ihre Attraktivität im Volk unterminieren? Das waren die
drängenden Fragen auf dem Tisch.
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