Der Status Quo der Ummah

Die derzeitigen Entwicklungen und die vielen aktuellen Probleme denen die muslimische Ummah (Gemeinschaft) gegenüber steht, stellen, besonders auf intellektueller Ebene eine ernste Herausforderung für den Islam dar. Deshalb war der Versuch, eine intellektuelle islamische Alternative das Denken und Wissen betreffend, auszuarbeiten, niemals so notwendig und erforderlich wie gerade jetzt.

Die folgenden Gedanken werden inschaAllah, helfen, eine klare und zusammenhängende Politik zu formulieren im Hinblick auf eine kulturelle Umwandlung, basierend auf festen Prinzipien und verläßlicher Vorausplanung. Wir hoffen auch, daß diese Politik zu wissenschaftlichen Entdeckungen führen wird. Als Einführung werden wir eine kurze Schilderung des derzeitigen Denkens- und Wissensstandes sowie der Erziehungs- und Kultursysteme der arabischen und muslimischen Welt geben.

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9. Juni 2014 · 15:44

Der Mittelweg im Islam

Wenn nun der Islam die düstere Lebensauffassung, die im Christentum zum Ausdruck kommt, nicht teilt, so lehrt er uns dagegen, dem irdischen Leben nicht jenen übertriebenen Wert zuzuschreiben, den ihm die moderne westliche Zivilisation beimißt.

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9. Juni 2014 · 15:29

Ein ganz wesent…

Ein ganz wesentlicher Aspekt ist auch, wer über Muslime diskutiert. Wir sind heute in einer Situation, in der auf der einen Seite aufstrebende muslimische AkademikerInnen an den Verbänden teilhaben. Andererseits ist es im öffentlichen Diskurs insgesamt so, dass die so genannte Mehrheit, die über den Islam spricht, dies mehr tut als die Minderheit. Diese Asymmetrie der Debatte ist ein ganz wesentlicher Aspekt, wenn es um die Frage geht, wie diese Kritik ­geäußert wird.

Es sind hier kritische Fragen zu ­stellen: Wer spricht gerade in welcher Position und was ist das Ziel dahinter? Hierbei ist es im Falle der Islamdebatten doch sehr häufig, dass sehr einseitige Diskussionen stattfinden, die nicht zu einer Versachli­chung der Lage führen. Habermas’ Theorie der Öffentlichkeit, an der alle partizipieren können, ist nun einmal keine Realität.

In folgendem Auszug, aus der März 2013-Ausgabe der Islamischen Zeitung, geht der österreichische Politikwissenschaftler und Publizist Dr. Farid Hafez auf das Phänomen Islamophobie ein. Insbesondere hebt er hierbei den öffentlichen Diskurs, die sogenannten Islamdebatten, hervor.

Quelle:http://bit.ly/15Zh3oP

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2. März 2013 · 22:11

Das 1/3-Prinzip der prophetischen Ernährung

Al-Miqad ibn Ma’dikarib berichtete, wie der Gesandte Allahs (s.a.s.) sagte: „Der Sohn von Adam hat kein schlimmeres Gefäß gefüllt, als seinen Magen. So viel ist ausreichend für den Sohn Adams, wie er braucht, um seinen Rücken gerade zu halten. Wenn es mehr sein muss, dann soll er einen Drittel (des Magens) für seine Nahrung, ein Drittel für sein Trinken und ein Drittel für seinen Atem freihalten.“

Ernaehrung

Das Ergebnis von zu viel Essen und Trinken ist zu viel Schlaf und ein erschlafftes Herz, das vergisst, an seinen Herren zu erinnern.

[Quelle: iz S. 22 / Feb. 2013]

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Gott im Islam

Der Islam ist eine semitische Religion, welche mehr als 1,5 Millionen Anhänger weltweit hat.  Islam bedeutet (übersetzt) „sich dem Willen Allahs unterwerfen”. Die Muslime erkennen den Qur’an als das Wort Gottes an, welches dem Propheten Muhammad (saw) offenbart wurde. Außerdem bekundet der Islam, dass Allah während der ganzen Zeit Gesandte und Propheten mit der Botschaft von der Einheit Gottes und der Rechenschaftspflicht im Jenseits sandte.
Somit setzt der Islam also als Bestandteil des Glaubens auch den Glauben an die vorangegangenen Propheten voraus; angefangen bei Adam, über Noah, Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und Moses bis hin zu David, Jonas, Jesus und viele andere (Friede auf ihnen allen).

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Urteil: Das Un-Friedens-Gebet

Das Gebet ist Pflicht
Das Gebet führt zu Frieden mit Gott und den
Mitmenschen
Beide hatten unschuldige – vielleicht sogar naive – Vorstellungen: Sie vertrauten
auf die Garantie ihrer Grundrechte, des Plularismus und der Glaubensfreiheit, das
in Deutschland jedem unabhängig von Herkunft, Geschlecht und Religion
zugesichert wird.
Fereshta fand es deswegen ganz selbstverständlich als gläubige Muslima, Kinder
in der Grundschule zu unterrichten, und studierte aus diesem Grund auf das
Lehramt – bis sie eines Tages eines Besseren belehrt wurde. Sie wurde von der
baden-württembergischen Kultusministerin Anette Schavan, selbst gläubige
Katholikin, und promoviert über das Thema „Person und Gewissen“, nämlich vor
die Wahl gestellt: Kopftuch oder Lehrerin in Staatsdienst – aber beides ginge
nicht!
Wie wir wissen, wurde der Rechtsstreit dazu mit einem Urteil des
Verfassungsgerichts beendet. Das Ergebnis war, dass nun die meisten
Bundesländer Kopftücher für Lehrerinnen in der Schule verboten haben und
Baden-Württemberg dieses Verbot sogar für Erzieherinnen der kommunalen
Kindergärten ausgeweitet hat. Etliche Instutionen und gesellschaftliche Bereiche
in Deutschland  z.T. in Europa sind diesem Beispiel gefolgt und verbannten die
Koptücher von gläubigen Musliminnen aus dem öffentlichen Leben.
Diese Woche haben wir einen weiteren Akt dieses Trauerstücks erlebt:

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Fasten im Hochsommer

Der heilige Monat Ramadan wird voraussichtlich vom 1. bis zum 29. August 2011 dauern. D.h. der diesjährige Ramadan wird von den Gläubigen viel abverlangen und ihre Geduld und Standhaftigkeit auf’s Äußerste prüfen. Vielleicht nicht in Deutschland, weil die Temperaturen derzeit nicht so warm sind, aber dafür in anderen muslimischen Ländern.Elhamdulillah (Alles Lob gebürt Allah)!

Auch wenn Nichtmuslime jetzt mit dem Kopf schütteln…

Ja! Muslime danken Allah dafür, dass sie dieses Jahr bis etwa 21:30 Uhr keine Nahrung zu sich nehmen und keinen Geschlechtsverkehr machen dürfen.

Wie paradox?

Vielleicht auf den ersten Blick? Aber auch nur auf den ersten Blick!
Tatsächlich erhält der Muslim viel mehr als er gibt. Wenn er natürlich diese Handlung für den einen Gott (Allah) vollzieht und durch diese Handlung nur Ihm gefallen möchte und keinem anderen.

Falls der Muslim den Menschen in seinem Umfeld gefallen, von ihnen gelobt und von ihnen respektiert werden möchte, so hat er nicht nur den Sinn des Fastens missverstanden, sondern ist auch der Augendienerei verfallen.

Das Fasten im heiligen Monat Ramadan verdeutlicht dem Gläubigen sein Verhältnis zu seinem Herrn, indem er Seinem Gebot folgt: Fasten. Durch das Folgen dieses Gebotes öffnet Er ihm neue Horizonte. Diese sind bei jedem Muslim unterschiedlich…

Auch Nichtmuslime könnten ja mal einen Tag, d.h. von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang fasten und ihre Erfahrungen mit anderen hier teilen.

Ich wünsche allen eine schöne Fastenzeit und möge Allah euer Fasten annehmen.

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Ein gesunder Mensch ist die Basis einer gesunden Gesellschaft

So wie der menschliche Körper einen Abwehrmechanismus gegen verschiedene Arten von Viren und Mikroben hat, sollte der „Organismus“ der Ummah auch einen Abwehrmechanismus gegen soziale Krankheiten haben. Ein Imunsystem, welches gefährliche Krankheisterreger abwehrt ist sowohl für einen gesunden Körper als auch für eine vitale Ummah essentiell.

Wenn das Berühren der Herzen zu einem festen Bestandteil innerhalb der Ummah wird und bestimmte Muslime sich diese Aufgabe als Lebensweise aneignen, so werden diese Menschen die Funktion des Abwehrmechanismus für den „Körper“ der Ummah übernehmen. Sie werden durch gesunde Zellen abgestorbene Organe regenerieren.

(Übersetzung aus dem Türkischen) Quelle: Yürek Fethi, Mustafa İslamoğlu, İstanbul 2007, S. 59 

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Heute nach dem Freitagsgebet

Hallo und selamunaleykum zusammen,

nachdem Freitaggebet, an diesem sonnigen Tag, beschloß ich gemeinsam mit meinem Freund Hikmet ein Eiscafé zu besuchen und über die verschiedenen Körperhaltungen, unter den vier anerkannten Rechtsschulen, zu sprechen. SubhanAllah (gepriesen sei Allah), das Gespräch öffnete uns beiden neue Horizonte: Demut vor dem Herrn (Allah), Hingabe, sich in seinen Elementen auflösen und zu Staub werden vor seiner Majestät (c.c.).

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Motive und Hintergründe von Islamkritikern


A Was bewirkt die Islamkritik?

1. Emotionen der Mehrheitsgesellschaft werden mobilisiert.

2. Paranoia ähnliche Zustände werden in der Gesellschaft hervorgerufen. Der türkische Gemüsehändler, der regelmäßig in die Moschee geht, wird mit Bin Laden in die selbe Schublade gesteckt.

3. Die Mehrheitsgesellschaft befürchtet den Verlust der eigenen Gewissheiten durch einen radikal beschleunigten Wandel. Es folgen einfache Erklärungsmuster in denen Muslime die Sündenböcke für allgemein gesellschaftliche Veränderungen herhalten müssen.

B Was sind die Methoden und Techniken von Islamkritikern?

Viele islamkritische Gruppen benutzen Techniken, um die Muslime mit bestimmten Fehlverhalten oder Verbrechen öffentlichkeitswirksam zu assoziieren. Dabei wird zwischen steigende religiöse Intensität und „Terrorakt“ ein Bezug hergestellt. Nur derjenige, der klare Signale der kulturellen Unterordnung oder Ablehnung eigener Glaubensinhalte sendet, wird als „guter Muslim“ definiert. Der praktizierende Muslim, der in eine Moschee geht, wird hier zum Feindbild. Muslimen, die in der Öffentlichkeit stehen und den Terror ablehnen, wird unterstellt, dass sie dies nur aus taktischen Gründen täten.

Wer einer Zeitung, die von Islamkritikern als islamistisch bezeichnet wird ein Interview gibt, wird als Islamistenfreund denunziert.

Personenkreise, die sich für einen debattierenden und diskutierenden gesellschaftlichen Umgang einsetzen, werden als „naive Gutmenschenverspottet. Als „feindlich“ eingestufte Muslime oder Organisationen werden aus dem öffentlichen Diskurs verbannt.

C Welche Beweggründe haben Islamkritiker?

1. Ideologische Motive, wie z.B. extrem Links, extrem Rechts, allgemeine Religionsfeindlichkeit

2. Persönliche Gründe: Negative Erfahrungen mit Muslimen in der Herkunftsfamilie

(Der Öffentlichkeit sind meistens diese Beweggründe nicht bekannt.)

D Profile von Islamkritikern.

Necla Kelek: allgemeine religionskritische Motivation; Wunsch nach einem starken republikanischen Staat, der sich gegen die Religion definiert; Starke persönliche Prägung während ihrer Kindheit in der säkularen und kemalistischen Türkei; Medientaugliche Umsetzung ihrer Konversionsbiographie. Die schrieb in ihrer Dissertationsarbeit sehr sachlich, genau und intelligent und ging auf die Mechanismen der Öffentlichkeit ein und analysierte die Verbreitung von Klischees. Drei Jahre später beteiligt sie sich selber an der Verbreitung von Klischees. Sie nimmt ihre eigene Biografie und macht sie zu einem Muster für das, was Einwanderer in Deutschland erlebt haben. Wenn man ihre Doktorarbeit und ihre späteren populären Bücher nebeneinander legt, stellt man einen Rückschritt im Niveau fest. Es stellt sich die berechtigte Frage: „Warum und welches Interesse hat sich neben dem wissenschaftlichen Interesse bei ihr durchgesetzt?“ Hat etwa die Erfahrungsbewältigung mit ihrem Vater dabei eine Rolle gespielt? Sind ihre populären Bücher insgeheim eine Abrechnung mit ihrem Vater und somit eine Verarbeitung eines Traumas auf Kosten von muslimischen Migranten?

Hartmut Kraus: Ist der Herausgeber des Buches „Feindbild Islamkritik“. Er formuliert eine allgemeine Kritik am Islam, die auf dem ersten Blick diskussionsfähig erscheint. Doch dahinter steckt die eigene Agenda, die man in einem ganz neutralen Sinne als eine Ideologie bezeichnen kann.

Henryk M. Broder: Ist ein großer Stratege, der sich genau überlegt, welche Themen er wann in den Medien aufgreift. Er vernetzt auch teilweise die Leute, indem er mit ganz offenem Visier kämpft.

Johannes Kandel: Ist Autor, aktiv in der Friedrich Ebert Stiftung und ironischerweise Leiter desInterkulturellen Dialogs“. Er agiert aus einer Halböffentlichkeit heraus.

Linke Fraktion: Bestehen aus Marxisten und radikalen Säkularisten, die sich auch in Vergangenheit gegen das Christentum in Deutschland gewandt haben.

Rechte Fraktion: Ausgangspunkt stellt hier ein altmodisch deutscher Nationalismus und eine wehrhafte Integrität des deutschen Staates dar.

E Parallelen in der Geschichte.

1. In den 60er Jahren war in den USA die McCarthyVerschwörungstheorie stark verbreitet und linksliberale US-Bürger mit kommunistischen Agenten gleichgesetzt worden. Diese linksliberalen Bürger waren journalistisch tätig oder gingen einem bürgerlichen Beruf nach.

2. Im amerikanischen Kontext gibt es das klassische Beispiel der Antikatholizismus im Vergleich zu dem in Deutschland heiklen Antisemitismus. Sowohl der Antisemitismus als auch der Antikatholizismus sind durch die Struktur des Verdachts geprägt. In beiden Fällen hat man eine global agierende Religion und ist als polemischer Antikatholik von der Geschlossenheit dieser Religion überzeugt. Der irische und deutsche Katholik, der zur Sonntagsmesse geht, geriet unter Generalverdacht und wurde als der innere Feind betrachtet.

(Quelle: Islamische Zeitung – April 2011; S. 2, 3, 12 )

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