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Individualität und Entfaltung im Islam

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Die Muslime halten ihre Religion für sehr rational und im Einklangstehend mit den Anforderungen des denkenden Geistes. Darüber hinaus lehrt der Qur’an, daß die Fähigkeit, verstandesgemäß zu denken, eine der wichtigsten Gaben Gottes an die Menschen ist und er ermutigt ihn, diese Fähigkeiten zu gebrauchen und zu entwickeln, nachzudenken, einzusehen und sich eine persönliche Meinung zu bilden. Der Islam bringt dem Studium der Wissenschaften große Achtung entgegen, ebenso wie der menschlichen Erforschung all dessen, was es in Natur und Schöpfungan Geheimnissen gibt. Ja, Allah fordert den Menschen an vielen Stellen des Qur’an geradezu heraus, seinen Glauben, sein Wissen und seine Weisheit durch Betrachtung und Nachdenken über die Naturerscheinungen und deren Harmonie und Schönheit zu vertiefen. So zum Beispiel in Sure 67, Vers3-4:

„(Er ist es,) Der die sieben Himmel in Einklang erschaffen hat. Keinen Fehler kannst du in der Schöpfung des Gnadenreichen sehen. So schaue zum anderen Mal: siehst du irgend einen Mangel? So schaue abermals: dein Blick wird (nur) zu dir zurückkehren, ermüdet und geschwächt“

Die individuellen Fähigkeiten und einmaligen Talente der Menschensind eine Gabe Allahs, die zur Entfaltung gebracht, vervollkommnend undzum Wohl der Menschheit genutzt werden sollen. Der Islam versucht keineswegs, die Individualität seiner Anhänger zu zerstören, sondern er bemüht sich vielmehr, jeden Gläubigen zur eigenen Vervollkommnung anzuleiten und seine persönliche Einmaligkeit zu erläutern. DieseVielfalt einmaliger und zur Entfaltung gebrachter Persönlichkeiten trägt zur Bereicherung der Gesellschaft bei und hebt sie auf eine höhere Ebene.

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Der Tod und das Bewusstsein der eigenen Individualität (Entstehung im Westen)

 

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Durch die Erkenntnis, dass das Leben durch den Faktor Zeit begrenzt ist, ist beim Menschen das Bewusstsein der Individualität entstanden. Die Lebensdauer eines Menschen kann nicht mit anderen Menschen getauscht werden. Die Tatsache, dass jeder Mensch eine eigene und unvergleichbare Lebensspanne hat, führt zur Erkenntnis, dass er sich als ein einmaliges Individuum zu betrachtet. Erst durch das Bewusstwerden der eigenen Sterblich- und Vergänglichkeit erkennt der Mensch seine Individualität. Dieser Zweispalt ist ein ständig begleitender Faktor des menschlichen Bewusstseins. Im Zentrum des Individualitätsbewusstseins befindet sich die emotionale Auflehnung  gegen die Unvermeidbarkeit des Sterbens. Durch diese Auflehnung versucht der Mensch die Todesangst zu überwältigen. Dies geschieht durch das Ausleben und Inszenieren einer überwältigenden Phantasie. Allzu oft mündet dieses Unterfangen in eine Form von Prahlerei.

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