Schlagwort-Archive: deutschland

Werbung über die Schattenseiten von Alkohol

Habe das Werbeplakat direkt vor meiner Bahnhaltestelle und in der City gesehen. Die Internetadresse, auf die verwiesen wird lautet http://www.kenn-dein-limit.info/ Dort erfährt man, dass das Ziel der Kampagne die Bevölkerung für die negativen Folgen übermäßigen Alkoholkonsums zu sensibilisieren und die Entwicklung eines riskanten Trinkverhaltens zu verhindern ist. Im Heiligen Koran heißt es: „Sie
befragen dich über Berauschendes und Glücksspiel. Sprich: „In beiden
liegt großes Übel und Nutzen für die Menschen. Doch ihr Übel ist größer
als ihr Nutzen.(2:219)“ Liebe Bürgerinnen und Bürger bloß nicht in Panik ausbrechen, hier will keiner die Scharia einführen 🙂 , denn die Werbekampagne ist eine Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Der Grund dafür könnte der Anstieg der Gewalttaten von Jugendlichen unter Alkoholeinfluss in den letzten Jahren sein.
Es wird auch von Politikern ein einheitliches Alkoholverbot gefordert.

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter deutschland, gesellschaft

Sind Muslime integrationsunwillig?






Im Gegensatz zur deutschen Debatte, die das Kopftuch grundsätzlich als Zeichen für die Unterdrückung der Frau wertet, ergab Topraks Studie, dass muslimische Frauen sehr viel differenziertere Motive haben.

„Das Kopftuch ist nicht zwangsläufig ein Unterdrückungsmerkmal, sondern hat oft schlichtweg eine Schutzfunktion für die Frauen – vor der Witterung ebenso wie vor Belästigungen“, bringt Ahmet Toprak eines der Ergebnisse auf den Punkt. Bei vielen seiner Interviewpartnerinnen, so Toprak, sei eine innere Unsicherheit und Zerrissenheit in Bezug auf das Kopftuch spürbar gewesen. Es gebe Frauen, die sich als einzige in der Familie ganz bewusst und aus religiösen Motiven für ein Kopftuch entscheiden. Andere seien zum Kopftuch nicht gezwungen, aber dahingehend über Jahre hinweg sozialisiert worden. In diesem Zusammenhang stellt Ahmet Toprak die These auf, dass das Tragen des Kopftuchs bei Mädchen unter 14 Jahren keinesfalls eine freie Willensentscheidung sein kann.
(weiterlesen)

2 Kommentare

Eingeordnet unter deutschland, Islambild, kultur

Wie fremdenfeindlich ist man in Deutschland?

Ich weiss, dies ist eine sehr provokante Überschrift, aber die jüngste Studie des Bielefelder Sozialwissenschaftlers Wilhelm Heitmeyer schaft eine Basis für diese Art von Fragestellung. Hier ein Auzug über diese Studie:

Studie
Jeder zweite Deutsche fremdenfeindlich
Einer Studie der Universität Bielefeld zufolge sind in Ostdeutschland 60,2 Prozent der Menschen ausländerfeindlich, im Westen soll das auf 45,9 Prozent zutreffen.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter deutschland, Islambild, Umfragen

Eine Milliarde Euro Aufbauhilfe

Das ist das vorläufige Ergebnis einer Geberkonferenz am Freitag in Brüssel, wo die 27 EU-Staaten, 38 weitere Länder sowie internationale Finanzinstitute zusammengekommen waren. Das Kosovo, das mit Korruption und Kriminalität zu kämpfen hat, zählt zu den ärmsten Ländern Europas.

Im Vordergrund der Konferenz stand vor allem der überprüfbare Einsatz des Geldes. «Das Kosovo muss über jeden einzelnen Euro, den es davon ausgibt, Rechenschaft ablegen können», betonte EU- Erweiterungskommissar Olli Rehn. Kosovo-Regierungschef Hashim Thaci betonte, er stehe persönlich dafür ein, dass das Geld nicht in falsche Hände gerate. Das Kosovo hatte zunächst auf 1,4 Milliarden Euro gehofft.

Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter deutschland, europa, Krieg

Arbeitschancen von jungen Türken in Deutschland

Von Michael Sontheimer

Hochqualifizierte türkischstämmige Akademiker wandern aus, weil sie sich in Deutschland missachtet fühlen – in anderen Ländern werden die Talente umworben.

Für das Bewerbungsgespräch bei einer großen Möbelfirma in der Nähe von Mönchengladbach hatte sich Oguz-Han Yavuz ordentlich in Schale geworfen: feiner Anzug, weißes Hemd, silberfarbene Krawatte. Als dem Betriebswirt der Bus vor der Nase wegfuhr, beschloss er, ein Stück zu Fuß zu gehen. Doch er kam nicht weit.

„Was lungern Sie hier herum?“, sagt Yavuz, habe ihn ein Polizist angeherrscht, der seinen Streifenwagen neben ihm zum Stehen gebracht hatte. Obwohl Yavuz keineswegs wie ein Stadtstreicher aussah, bestand der Beamte darauf, dessen Personalien zu überprüfen. Nachdem er seinen Ausweis zurückbekommen hatte, sagte Yavuz „Tschüs“. Der Polizist sagte nichts.

Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter muslim

Kindesmisshandlung in einem „aufgeklärten“ Land?

© DPA

Unfassbar: Geschätzte 1,4 Millionen Kinder werden Jahr für Jahr in Deutschland misshandelt, aber nur rund 3000 solcher Fälle aufgedeckt. stern-Mitarbeiter Manfred Karremann hat intensiv recherchiert – und präsentiert die Ergebnisse seiner Ermittlungen im stern. Sein Hauptaugenmerk galt dem tagelangen Martyrium der kleinen Karolina.

Hunderttausende schlagen zu – mit Gürteln und Stöcken, Kleiderbügeln und Schuhen, mit der Handfläche oder mit der Faust. Die einen prügeln spontan und eruptiv, die anderen systematisch und rituell. Die Täter: Mütter und Väter, Stiefmütter und Stiefväter, Opas und Omas. Die Opfer: Babies, Kleinkinder, Schulkinder. Die Gewalt gegen die wehrlosen Mädchen und Jungen hat viele Ursachen: Überforderung, Frustration, Hass, Sadismus, emotionale Not.

Über 1,4 Millionen Kinder, schätzt das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen, werden Jahr für Jahr Opfer häuslicher Gewalt. Geprügelt und gedemütigt, gequält mit brennenden Zigaretten und Feuerzeugen. Oder dämmern, allein gelassen, in völlig verdreckten Betten und verwahrlosten Wohnungen. Nur rund 3.000 solcher Fälle werden im Schnitt jährlich bekannt.

Jessica verhungert, Dominik leidet im Trockner
Dann bekommt das Leid Namen – Lea-Sophie etwa oder Jessica, die verhungert sind. Kevin, der tote Junge im Gefrierschrank. Oder der 16 Monate alte Dominik, den der Freund seiner Mutter in einen Wäschetrockner sperrte und ihn laufen ließ, weil das Kind ihn beim Fernsehen gestört hatte.

Weiterlesen

21 Kommentare

Eingeordnet unter Uncategorized

Selbstkritik der Muslime ist gefordert

In den vergangenen Wochen haben sich die muslimischen Spitzenverbände gegenseitig so manches mediale Scharmützel geleistet und dabei das eigentliche Thema aus den Augen verloren: Wie schaffen es die Muslime in Deutschland, dass zukünftig ihre Strukturen demokratischer und transparenter unter dem Dach eines gemeinsamen Ansprechpartners werden? Es ist gut, dass nun endlich die Zeit gekommen ist, dass sie auch miteinander über diese Ziele sprechen. Die Tagung in Hamburg, wo fast alle „Großen“ – Zentralrat, Islamrat und der Verband islamischer Kulturzentren – mitgemacht haben, ist ein erster Anfang dazu. Nicht selten wurde versucht, den Vorsitzenden von Islamrat, der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion DITIB und dem Zentralrat der Muslime in Deutschland Begehrlichkeiten zur Meinungsführerschaft zu entlocken. Während Islamrat und Zentralrat sich zurückhaltend äußerten, platzte DITIB mit der Botschaft heraus: „Wir sind bereit, alle Muslime in Deutschland zu vertreten”. Das übersteigerte Selbstbewusstsein ist sicherlich auch eine Folge der moderaten Töne aus der Politik, die in DITIB – lange Zeit war es der Zentralrat – den neuen Prototypen eines „Islam light“ zu entdecken glaubte. Prompt reichte der Verband dann auch im letzten Monat in NRW, flankiert durch die dortige sozialdemokratisch-grüne Landesregierung, den Antrag auf Erlangung der Körperschaftsrechte ein. Doch damit wird weder die Frage nach einem gemeinsamen Ansprechpartner auf Bundesebene insbesondere der religiös praktizierenden Muslime – denn um diese geht es ja bei dieser Frage vorrangig – beantwortet, noch der so dringend benötigte Demokratisierungsschub in den muslimischen Verbänden eingeleitet. Von ihrer theologischen Ausrichtung sind die Verbände kaum unterscheidbar; sie halten uneingeschränkt an den klassischen Rechtsschulen fest.

Erst in den letzten Jahren haben sie jedoch begonnen, die Thematisierung des Muslimseins in einer pluralen europäischen Gesellschaft religiös-theologisch zu reflektieren. Die Islamische Charta des Zentralrats der Muslime ist ein Produkt dessen, zeigt aber auch gleichzeitig, dass dieser Prozess sich noch am Anfang befindet. Was aber deutlich fehlt, ist die Tatsache, dass kaum einer der Vertreter bisher eine Vorstellung hatte, wie es strukturell mit dem Islam in Deutschland weitergehen soll. Vonnöten ist eine Art Vision, wie ein zeitgemäßer Islam hier in Deutschland gelebt und vor allem vorgelebt werden kann, sowie eine überparteiliche Initiative, die diese Arbeit strukturell vorantreibt. Dass diese Initiative nicht vom Staat ausgehen kann, gebietet die Verfassung und wird von dessen Vertretern zu Recht immer wieder gebetsmühlenartig entgegengehalten. Jedoch steigt keiner mit einem eigenen Konzept in den Ring. Mittlerweile setzt sich eine illustre Gruppe aus Parteien, Akademien und Fachverbänden mit dieser Frage auseinander, aber die Muslime selbst sind bisher mit einem einheitlichen Vorschlag nicht in Erscheinung getreten. Das soll sich jetzt nach Hamburg ändern.

Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter deutschland, Islambild