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Ramadan: Du’a und Hadith

Dieser Klip soll den Muslimen wichtige Inhalte – basierend auf Hadith – über den Ramadan vermitteln und durch beispielhafte Du’as eine Anleitung für Bittgebete darstellen. Ich wünsche allen Glaubensgeschwistern einen gesegneten Ramadan. Ramadan mubarak.

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Du’a-Aktion für unsere Geschwister in Palästina

Bismillah

As-Salamu alaikum, verehrte Geschwister

wie ihr aus den Nachrichten gehört habt, hat sich die Lage der Menschen in Gaza seit gestern Nacht durch die Invasion der israelischen Bodentruppen nochmals verschärft, nachdem Gaza eine Woche lang aus der Luft bombadiert wurde und nahezu die ganze Infrastruktur in Schutt und Asche gelegt wurde und zahlreiche Moscheen – die Häuser Gottes – durch Bomben oder Boden-Luft-Raketen ebenfalls zerstört wurden.

Deswegen möchte ich euch zur folgenden gemeinschaftlichen Aktion aufrufen:

Jeder/jede von uns steht in der Nacht mit zumindest einem Teil der Familie auf und betet 4 – 8 rakat (Gebetsabschnitte) – am besten vor dem witr-Gebet. Danach machen wir gemeinsam ein inniges Bittgebet, dass Allah die Unterdrückten in Gaza schützen möge und ihnen Geduld und Standfestigkeit geben möge, während sie ihre Häuser und ihre Familien verteidigen.

Seid sicher, dass euer Bittgebet den Menschen dort immens hilft, denn das ganze ist nur eine Prüfung von Allah. Und nichts geschieht ausser mit der Erlaubnis Allahs.

Diese Aktion dauert ca. 1/2 Stunde pro Nacht und geht von heute Nacht bis, so Gott will, der Krieg vorbei ist.

Dass der Widerstand – gegen das israelische Militär, nicht gegen israelische Zivilisten, und auf dem Boden Palästinas – islamisch rechtmäßig ist, sieht man an folgenden Koranversen: „Die Erlaubnis (, sich zu verteidigen,) ist denen gegeben, die bekämpft werden, weil ihnen Unrecht geschah – und Allah hat wahrlich die Macht, ihnen zu helfen – , jenen, die schuldlos aus ihren Häusern vertrieben wurden, nur weil sie sagten: „Unser Herr ist Allah.“ Und wenn Allah nicht die einen Menschen durch die anderen zurückgehalten hätte, so wären gewiß Klausen, Kirchen, Synagogen und Moscheen, in denen der Name Allahs oft genannt wird, niedergerissen worden. Und Allah wird sicher dem beistehen, der Ihm beisteht. Allah ist wahrlich Allmächtig, Erhaben.“[22:39-40]

Dass rechtmäßiger Widerstand auch gegen eine militärisch und zahlmäßig weit überlegene Macht, mit der Hilfe Gottes, zum Erfolg führt, sieht man an folgendem Ausspruch des Propheten (s.a.s.): „Zwölftausend Mann, die so vereint sind, als ob sie ein einziges Herz hätten, werden nicht durch zahlmäßige Übermacht (oder: durch (militärische Stärke) gegebene Übermacht) bezwungen“.

Wassalam, euer Bruder Samir Mourad

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Bittgebete im Qur’an

Bittgebete im Qur'an (Arabisch-Deutsch)


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Dein Wille geschehe – Du’a (Bittgebete)

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Ein Bittgebet (Du’a)

Ein tanzender Derwisch

„0 Gott!“ rief einer viele Nächte lang,
Und süß ward ihm sein Mund von diesem Klang.
Viel rufst du wohl“, sprach Satan voller Spott,
„Wo bleibt die Antwort ‚Hier bin Ich!‘ von Gott?“…
Als er betrübt, gesenkten Hauptes schwieg,
Sah er im Traum, wie Khidr niederstieg
Und sprach: „Warum nennst du Ihn denn nicht mehr?
Was du ersehnt, bereust du es so sehr?“
Er sprach: „Nie kommt die Antwort ‚Ich bin hier!‘
So fürchte ich, Er weist die Türe mir!“
„Dein Ruf,0 Gott!‘ ist Mein Ruf ‚Ich bin hier!‘
Dein Schmerz und Flehn ist Botschaft doch von Mir,
Und all dein Streben, um Mich zu erreichen:
Daß Ich zu Mir dich ziehe, ist‘s ein Zeichen.
Dein Liebesschmerz ist Meine Huld für dich;
Im Ruf, 0 Gott!‘ sind hundert ‚Hier bin Ich!“

Dschalaluddin Rumi

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Bedeutung und Inhalt von islamischen Bittgebeten

Aus dem Nachwort des Buches „Dein Wille geschehe“ (Annemarie Schimmel)

Des Gebetes beraubt zu sein wäre für mich viel schwerer als der Erhörung beraubt zu sein“, sagte ein mittelalterlicher Muslim. Mit diesen Worten hat er sicherlich das Gefühl vieler Frommer im islamischen Gebiet ausgedrückt. Noch der große Dichter und Religionsphilosoph unserer Zeit in Indo-Pakistan, Muhammad lqbal (1877-1938), hat dem Gebet als einem Mittel geistiger Er¬leuchtung ein wichtiges Kapitel in seinem Werk gewidmet und kraftvolle Gebetsgedichte geschrieben.Der Außenstehende weiß vom islamischen Gebet kaum mehr, als daß der Muslim verpflichtet ist, fünfmal täglich zwischen der Zeit vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang ein rituelles Gebet zu verrichten, das nach einer Reinigungszeremonie aus einer Folge von vorgeschriebenen Bewegungen und Rezitationen be¬steht und durch freiwillige Gebetseinheiten noch verlängert wer¬den kann. Die tiefe Versunkenheit eines in der Moschee, das ist der „Platz, wo man sich niederwirft“, oder auf freiem Felde, im über¬füllten Zug oder mitten im Kampf betenden Muslims beeindruckt alle Beobachter tief: Sowohl Charles de Foucauld wie der große Interpret frühislamischer Mystik, Louis Massignon, haben durch diesen Anblick zu ihrem eigenen Glauben zurückgefunden.

Doch das islamische Gebet erschöpft sich nicht im Pflichtgebet (salät, persisch/türkisch namäz). Bittgebet wie Lobpreis sind im Koran vorgeschrieben: Das heilige Buch fordert den Menschen auf, Gott anzurufen, der ihm antworten wird, und wiederholt Gottes Wort „Nicht habe Ich Geister und Menschen geschaffen, außer damit sie Mir dienen“ (Sura 51/56 u. a.). Verdient nicht Er Lob und Preis, der die Welt und den Menschen so wunderbar geschaffen hat und sie täglich erhält? Dazu kommt das „Gedenken an Gott“, dhikr, „durch das die Herzen beruhigt werden“ (Sura 13 / 28).

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