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15. Jahrestag: Srebrenica 11.07.1995

Es sind 15 Jahre vergangen seitdem Mitten in Europa eine ethnische Säuberung an einer muslimischen Minderheit verübt wurde. Nur 15 Jahre! Erst durch einen Blick auf meinen Gebetskalender, auf dem immer auf wichtige Ereignisse hingewiesen werden, habe ich festgestellt, dass ich als europäischer Muslim dieses Ereignisse schon fast vergessen habe. Nein, dieses Ereignis darf niemals vergessen werden und sollte durch einen Gedenkjahrestag, organisiert und durchgeführt von allen europäischen Muslimen, einen wichtigen Platz in der europäischen Geschichte einnehmen.
Insbesondere die menschenverachtenden Ereignisse in der Stadt Srebrenica, die sich am 11.07.1995 ereigneten, stehen für einen Holocaust gegen eine muslimische Minderheit verübt durch eine serbisch-othodoxe christliche Mehrheit. Dies geschah vor den Augen der Weltöffentlichkeit. Alle christlichen europäischen Länder tragen Mitschuld, weil sie diese Gräueltaten gegen die europäischen Muslime geduldet haben. Wenn man sich die heutige Aussenpolitik dieser europäischen Länder anschaut, so erkennt man unschwer, dass sie ihre Truppen nach Afghanisten schicken, trotz der massiven Proteste von der Opposition und der Bevölkerung. Afghanistan liegt nicht mal in Europa. Afghanistan war für Europa noch nie eine Bedrohung. Also, warum ist man bereit seine Truppen in so ein Land zu schicken und Verluste in Kauf zu nehmen, aber einen Krieg „vor der Haustür“ nicht zu verhindern? Es geht um Interessen. Titos kommunistischer Staat durfte innerhalb einer Europäischen Union nicht existieren. Es sollte aber auch kein unabhängiges muslimisches Land Mitten in der EU enstehen. Also sind diese Gräueltaten der „Tito-Serben“ doch „ideal“ für diesen Plan. Die Architekten der EU brauchen sich nicht mal die Hände schmutzig zu machen und die Serben können sich an den „Türken“ vor ca. 500 Jahren rächen. Aber man darf nachher die Vollstrecker nicht ans „Messer liefern“. Und wie wir später unschwer erkennen werden, haben sich die Dinge auch ungefähr so abgespielt.

Die Ereignisse in Srebrenica sind die schlimmsten, nach dem Holocaust im Zweiten Weltkrieg. Srebrenica befindet sich im östlichsten Rand von Bosnien und grenzt an Serbien.

Hier ein kleiner Überblick zu den Ereignissen in Srebrenica:

Am 11.07.1995 wurden 10.000 Muslime in Srebrenica „abgeschlachtet“. Obwohl die serbischen Truppen unter der Kontrolle der UN standen, konnten sie diesen Völkermord durchführen. Die Täter wurden zum größten Teil nicht gefasst und vor ein Tribunal gestellt, obwohl man dies sicherlich durch  Geheimdienste, die ja sonst immer gut funktionieren, bei der Entlarvung von „Islamisten“, verwirklichen können.

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Warum junge Senegalesen nicht nach Europa drängen (Reporter)

Sie reparieren Landmaschinen oder lernen den Umgang mit Computer und Internet. Im Norden des Senegal hat man verstanden nur Bildung verschafft jungen Afrikanern eine Zukunft im eigenen Land und hält sie so vom gefährlichen illegalen Trip gen Europa ab.

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Wie kompetent sind Deutsche in Sachen Integration?

 

Laut dem Index zu Integration und Migration in Europa (Mipex) ist Deutschland mittelmaß. Bei einem Vergleich der Integration von Ausländern landet Deutschland auf Platz 14 von 28. Seit 2004 erhebt die Migration Policy Group alle zwei Jahre die Rahmenbedingungen für die Integration von Migranten. Dieser sog. Index zu Integration und Migration in Europa wird mit Hilfe von 140 Indikatoren errechnet. Den Mipex führen Länder wie Schweden, Portugal und Belgien an, Schlusslichter sind Österreich, Zypern und Lettland. Auf dem vierten Platz liegt die Niederlande. Großbritannien belegt Platz 9 und Frankreich Platz 11.

Minuspunkte gab es für Deutschland insbesondere für die erschwerte Einbürgerung. Statt die Bedingungen zu erleichtern, wie der Index nahe legt, hat Deutschland den Zugang zum deutschen Pass seit 2004 mehrfach erschwert. Wegen der Einbürgerungstests in manchen Bundesländern schneidet Deutschland in dieser Rubrik ganz schlecht ab.

 

Erfreulich sind dagegen die Werte bei der politischen Teilhabe, auch ohne ein Wahlrecht für Ausländer. Vor allem schlägt positiv zu Buche, dass Migranten Verbände gründen, Parteien beitreten und in Ausländerbeiräte ihre Vertreter wählen können.

 

Es ist immer wieder hilfreich, wenn man die Verhältnisse aus anderen Ländern vergleichen kann. Jedenfalls ist die weit verbreitete Annahme innerhalb der Mehrheitsgesellschaft in Deutschland, dass es den Ausländer in Deutschland besser gehe als woanders, damit wiederlegt.

 

Zu berücksichtigen ist auch, dass in den Mipex die Zustände im Bildungssektor nicht eingeflossen sind. Der Zugang zu gleicher Bildung soll erstmals 2010 erhoben werden. Bleibt zu hoffen, dass Deutschland nicht ein weiteres dickes Minus kassiert.

Quelle: http://www.igmg.de/nachrichten/wissenschaft/newsdetails-wissenschaft/article/1/index-zu-integration-und-migration-in-europa-mipex-deutschland-mittelmass.html

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Demokratie und Menschenrechte im WESTEN! Wie bitte?

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Überblick: ausgewählte Kontinente und Länder

Ägypten

Ägypten ist das Herz der arabischen Welt, in mancher
Hinsicht sogar das Herz des sunnitischen Islam.
Die meisten religiösen Reformer, säkularen Denker,
aber auch einige der wichtigsten Islamisten – militante
wie friedliche – sind in Kairo geboren, aufgewachsen
oder haben hier gelehrt. Die Ägypter nennen
nicht zuletzt deswegen ihre Hauptstadt Umm al-Dunya,
die „Mutter der Welt“.
Seinen besonderen Ruf hatte Kairo bereits im
Mittelalter. 972 wurde hier die Al-Azhar gegründet,
die älteste religiöse Lehrstätte im Islam. Die Azhar hat
sich im Laufe der Jahrhunderte den Namen erworben,
das Zentrum der sunnitischen Gelehrsamkeit zu sein.
Bis heute kommen Muslime aus der ganzen Welt, um
hier die Grundlagen des Glaubens zu erlernen. Die
Worte des Scheich al-Azhar, des höchsten Vertreters
des Islam in Ägypten, haben auch im Rest der islamischen
Welt Gewicht. Seine Rechtsgutachten gelten
zwar nicht als verbindlich, genießen aber größere
Autorität als die anderer Rechtsgelehrter.
Die Entwicklung der Azhar in den vergangenen
fünfzig Jahren wirft ein bezeichnendes Licht auf das
Verhältnis von Religion und Politik in Ägypten. Der
Staat hat in dieser Zeit die vollständige Kontrolle über
die offiziellen islamischen Institutionen übernommen.
Seit 1962 wird der Scheich al-Azhar direkt vom Präsidenten
ernannt, er ist somit ein Beamter des Staates.
Und so ist er meist bereit, die Politik des Regimes religiös
zu rechtfertigen.
Die Flexibilität, die die Azhar-Gelehrten bisweilen
an den Tag legen, ist erstaunlich. In den sechziger
Jahren, als Präsident Gamal Abd al-Nasser Bereiche
der Wirtschaft verstaatlichte, bemühte die Azhar den
Propheten Mohammed, um diese Politik zu rechtfertigen,
da auch er das Wohl des Gemeinwesens vor das
des Individuums gestellt hätte. Als Nassers Nachfolger
Anwar al-Sadat diese Maßnahmen wieder zurücknahm,
sich dem Westen zuwandte und die freie
Marktwirtschaft propagierte, änderte auch der Scheich
al-Azhar seine Meinung. Ein Kommunist sei ein Ungläubiger,
hieß es jetzt, weil dem Islam der Privatbesitz
heilig sei. Auch für den Frieden, den Sadat 1979
mit Israel abschloss, fanden die Rechtsgelehrten eine
Rechtfertigung in der Scharia. Er sei aus einer Position
der Stärke heraus erreicht worden, nachdem Ägypten
im Oktoberkrieg 1973 einen siegreichen Dschihad gegen
die israelischen Truppen gekämpft hätte. Der
Prophet Mohammed habe 628 ähnlich gehandelt, als

er mit den verfeindeten Clans von Mekka ein Friedensabkommen
schloss.
Anwar al-Sadat hatte die von säkularen und sozialistischen
Überzeugungen geleiteten Anhänger Nassers
verfolgen lassen und die Islamisten gefördert, um
diese Kräfteverschiebung für den eigenen Machterhalt
zu nutzen. Seine Wende zum Westen und zu Israel
erregte jedoch Anstoß in der islamistischen Welt
und führte 1981 zu seiner Ermordung durch islamistische
Militärs. Sein Nachfolger Hosni Mubarak regiert
seitdem mit dem Kriegsrecht und hält sich an der
Macht durch etwas mehr Distanz zum Westen, indem
er einerseits mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln
radikale wie gemäßigte Islamisten bekämpft und
andererseits Nachgiebigkeit gegenüber der Islamisierung
des öffentlichen Lebens bekundet. So werden
beispielsweise Intellektuelle auf „unislamische“ öffentliche
Äußerungen hin als Glaubensabtrünnige mit
Zwangsscheidungen von ihren Ehepartnern bedroht,
antiislamisch gewertete Veröffentlichungen von der
staatlichen Zensur verboten.

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Islam in Europa

In Frankreich kommen die Muslime vor allem aus
dem Maghreb (Algerien, Marokko und Tunesien),
aber auch aus dem Senegal, Mali und dem Tschad.
In Großbritannien sind vornehmlich indische und
pakistanische Muslime eingewandert. Zum Teil hatten
ihre Vorfahren für mehrere Generationen in Ostafrika
gelebt. Die Kolonialherren hatten sie als billige
Arbeitskräfte dorthin gezwungen. Im unabhängigen
Ostafrika gelten sie aber als eine wenig erwünschte
Fremdgruppe. Sie suchen nun aufgrund ihrer Commonwealth-
Zugehörigkeit nach einer neuen Heimat
im Vereinigten Königreich von Großbritannien.
In die Niederlande kamen schon in den fünfziger
Jahren als erste Gruppe Molukker aus der früheren
Kolonie Indonesien. Sie hatten nach dem Zweiten
Weltkrieg in der holländischen Kolonialarmee gekämpft
und dadurch ihre Heimat verloren. Die zweite
Gruppe bilden Nachkommen von Indonesiern, die
zwangsweise in das südamerikanische Surinam umgesiedelt
worden waren.

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