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Prophet Muhammed: Medina, Leben und Krieg

Der Prophet und seine Gefährten, die aus Mekka abgewandert waren, wurden nach und nach in Medina sesshaft und fanden sich allmählich in ihrer neuen Umgebung zurecht. In den ersten sieben Monaten wohnte Muhammad zu Gast bei Abu Ayyub, bis die Moschee und die beiden dazugehörigen Wohngebäude fertig gebaut waren. Dann bezog der Prophet zusammen mit seiner Ehefrau Sawda seine eigenen Wohnräume. Aisha, deren Hochzeit in Medina gefeiert wurde, folgte einige Monate später. In den darauffolgenden Wochen kamen auch Muhammads Töchter dazu. Eine Gesellschaft wurde unter besonders schwierigen Umständen gegründet. Stammeskonflikte und Machtkämpfe gestalteten die Beziehungen zwischen Muslimen und Mitgliedern anderer Klans trotz bestehender Abkommen und Bündnisse außerordentlich kompliziert.

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13. Oktober 2014 · 01:24

Die Blütezeit des Islam

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Als jüngste Weltreligion entfaltete der Islam eine
ungeheure Dynamik: 100 Jahre nach Mohammeds
Tod konnte Karl Martell nur in der Schlacht bei Tours
und Poitiers das Vordringen des Islam in Südfrankreich
verhindern. In Spanien herrschten die Mauren
800 Jahre, die islamischen Türken eroberten Ost-Rom
(Konstantinopel). Mohammeds Nachfolger beherrschten
ein riesiges Gebiet, das sich von Zentralasien über
die arabische Halbinsel bis nach Nordafrika und Teilen
Südeuropas erstreckte. Es verband die Meere der
zivilisierten Welt: das Mittelmeer und den indischen
Ozean. Kaufleute, Handwerker, Gelehrte und Pilger
konnten sich frei bewegen, was, so schreibt Albert
Hourani in seiner Geschichte der arabischen Völker,
das „Entstehen großer Städte, starker Regierungen,
eines übernationalen Handels und auf Grund des
Reichtums blühender Landstriche ermöglichte“. […]

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Frühe Geschichte

Das Selbstverständnis des Islam, der strikte Bezug
auf den Glauben an einen Gott, lässt sich aus dem
ersten Teil des Glaubensbekenntnisses („Ich bezeuge,
dass es keine Gottheit außer Gott [Allah] gibt […]“) ableiten.
Die Geschichte des Islam liegt zum Teil schon im
zweiten Teil der Schahada, des Glaubensbekenntnisses,
begründet. Dort heißt es: „und dass Mohammed
der Gesandte (Prophet) Gottes ist.“
Mohammed hat das Amt oder die Aufgabe eines
Propheten nicht allein darin gesehen, eine Botschaft
oder Offenbarung Gottes an ein bestimmtes Volk
(hier das arabische Volk) zu überbringen. Nach Mohammed
und den Aussagen des Koran ist es auch die
Aufgabe eines Propheten, eine staatliche Gemeinschaft
bzw. eine Gesellschaft (Umma) aufzubauen, in
der der Ein-Gott-Glaube und die Verpflichtung zur sozialen
Gerechtigkeit gelebt werden können.
Mohammed verstand sich auch als Gesetzgeber,
der die Aufgabe hatte, ein Gesetzeswerk zu entwickeln,
das es der Umma ermöglichte, im Sinne des
ethischen Monotheismus angemessen zusammenzuleben.
Daher enthält der Teil des Koran, der während
des Aufbaus einer muslimischen Gemeinschaft in Medina
entstand, viele Gesetze, die das tägliche Leben
und Zusammenleben der Gläubigen bis in die Einzelheiten
hinein regeln sollten.
Nach Mohammed und dem Koran ist ein Prophet
auch eine Art Politiker, der die Aufgabe hat, bei Streitigkeiten
innerhalb der Umma einzugreifen und die
Umma gegenüber Angriffen von außen zu verteidigen.
Darüber hinaus ergibt sich für einen Propheten
auch die Pflicht, den Islam in alle Welt zu tragen, d. h.
auch andere Völker von der Wahrheit seiner Botschaft
zu überzeugen.

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Der Islam in Deutschland

 

von Hamideh Mohagheghi

Zur Zeit leben ca. 3 Millionen Muslime in Deutschland. Die größte Anzahl lebt seit ca. 50 Jahren hier, die Anwesenheit der Muslime in Deutschland und die Berücksichtigung ihrer religiösen Lebensweise  hat eine noch längere Tradition. Eine Tradition, die nur wenig bekannt und mehr Gegenstand einiger Geschichtsbücher ist, die nicht sehr viele  Menschen interessieren. Die  Verwirklichung der Möglichkeiten für die religiösen Angelegenheiten, die vor mehr als hundert Jahren selbstverständlich  war, scheint heute manchmal großen Problemen gegenüber zu stehen.

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