Schlagwort-Archive: Holocaust

Prof. Norman Finkelstein – Ein jüdischer Israelkritiker


Norman G. Finkelstein (* 8. Dezember 1953 in Brooklyn, New York City) ist ein US-amerikanischer Politikwissenschaftler. Er verfasste bisher fünf Bücher zum Themenkomplex des Zionismus, des Nahostkonflikts und des Gedenkens an den Holocaust. In Deutschland wurde er 2000 vor allem mit seinem Buch Die Holocaust-Industrie bekannt, das eine Debatte über die Erinnerungskultur zu diesem Ereignis, über seine Singularität und Entschädigungen für NS-Zwangsarbeiter verstärkte.
Finkelsteins Eltern, Maryla Husyt und Zacharias Finkelstein, stammten ursprünglich aus Polen und wurden als Juden im Dritten Reich verfolgt und interniert. Sie überlebten das Warschauer Ghetto, das Konzentrationslager Majdanek (Mutter) und das Konzentrationslager Auschwitz (Vater) und wanderten nach dem Zweiten Weltkrieg in die USA aus.

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Radovan Karadzic wurde festgenommen – PRESSEMITTEILUNG


Göttingen, Sarajevo, Srebrenica 22.07.2008

Radovan Karadzic wurde festgenommen, doch sein Werk, die „ethnische Säuberung“, der Genozid und die Vertreibung wurden in Dayton bestätigt und zementiert!

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist für die bosnischen Opfer seit 1992 kontinuierlich eingetreten. Sie hat die Verbrechen dokumentiert. Gemeinsam mit Zehntausenden bosnischen Flüchtlingen und Exilbosniern hat sie sich gegen das internationale Schweigen gewehrt. Entgegen dem Plädoyer zahlreicher jüdischer Überlebender des Holocaust haben Westeuropa und die USA dem Verbrechen von Radovan Karadzic, Ratko Mladic und Slobodan Milosevic vier jahrelang tatenlos zugesehen, statt den Genozid sofort zu beenden. „Radovan Karadzic wurde festgenommen, doch sein Werk, die „ethnische Säuberung“, der Genozid und die Vertreibung wurden in Dayton durch die Teilung Bosniens bestätigt und zementiert“, erklärte der Präsident der GfbV-International Tilman Zülch. Hunderttausende konnten bis heute nicht zurückkehren. Eine autoritäre dem großserbischen Modell verpflichtete Teilrepublik („Republika Srpska“) existiert auf der Hälfte des bosnischen Territoriums. Nur 8 % der etwa

60 % vor dem Krieg dort ansässigen nichtserbischen Bevölkerung konnte zurückkehren. Eine echte Versöhnung steht aus, obwohl auch Zehntausende serbische Bosnier unter Führung des Serbischen Bürgerrates für das Ziel eines gemeinsamen Bosniens gekämpft und gelitten haben. Seit 500 Jahren ist Bosnien Herzegowina multiethnisches, multireligiöses und multikulturelles Land. Die beiden Teilungsstaaten, „Republika Sprska und „bosnisch-kroatische Föderation“ müssen aufgelöst und die gemeinsame Republik wiederhergestellt werden. Die Gesellschaft für bedrohte Völker fordert weiter die Verhaftung des dritten Hauptkriegsverbrechers Ratko Mladic.
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Warum wird in Zukunft getöten?

Der Kampf um Ressourcen

Harald Welzer: „Klimakriege“, S. Fischer Verlag 2008, 336 Seiten

Es sind unheimliche Szenarien, die der Sozialpsychologe Harald Welzer in seinem neuen Buch „Klimakriege“ ausmalt: Die Konsequenzen des Klimawandels, so prophezeit er, werden Menschen zu radikalen Lösungen greifen lassen, an die sie zuvor nie gedacht hätten. Bei den neuen Gewaltkonflikten des 21. Jahrhunderts geht es laut Welzer vor allem um eines: lebenswichtige Ressourcen.

podcast

Harald Welzer empfiehlt dem optimistischen Leser fürsorglich, die Lektüre besser mit dem ersten Schlusskapitel zu beenden – das zweite raube ihm den Optimismus. Dabei hat Welzer auf den Seiten zuvor auch dem Zuversichtlichsten schon den Boden unter den Füßen weggezogen. „Klimakriege“ der nahen Zukunft schildert er, und der Untertitel präzisiert in aller Deutlichkeit: „Wofür im 21. Jahrhundert getötet wird“.

Für Welzer ist der Klimawandel kein naturwissenschaftliches, sondern ein kulturelles Problem: Er bedroht das Zusammenleben von Menschen. Steigende Temperaturen verschieben fruchtbare und bewohnbare Zonen. Wüsten rücken vor, Wasser wird knapper oder überflutet das Land. Für die Verursacher, die früh industrialisierten Länder Westeuropas und Nordamerikas, fallen die Veränderungen gering aus. Am meisten leiden die armen Länder unter ihnen – jene, die zugleich die schwächsten Institutionen und die geringsten Kapazitäten haben, um den Katastrophen zu begegnen. Ihre Bürger werden im Überlebenskampf zur Gewalt greifen, denn arme Staaten können ihre Rechte nur unzureichend vertreten.
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