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Der Islam als selbstverständlicher Bestandteil der deutschen Gesellschaft

Prämisse aller Bemühungen um die Überwindung islamophober Stereotype muss die Anerkennung der schlichten Tatsache sein, dass der Islam zu einem dauerhaften Bestandteil der deutschen Gesellschaft geworden ist. Diese Realität war bekanntlich bis in die 1990er Jahre hinein verdrängt worden. Über Jahrzehnte hinweg war man in Deutschland auf allen Seiten davon ausgegangen, dass es sich beim Islam hierzulande um eine vorübergehende „Gastarbeiterreligion“ handelte, deren nachhaltige Integration in die Gesellschaft kein Thema sein müsste. Die sprichwörtlichen Hinterhofmoscheen standen symbolisch für eine provisorische religiöse Selbstversorgung am Rande der Gesellschaft und zunächst ohne Perspektive der Dauer. Erst in den letzten Jahren hat sich in der Breite der Gesellschaft die Einsicht durchgesetzt, die Bundesinnenminister Schäuble im Vorfeld des von ihm einberufenen ersten Islamgipfels wie folgt formuliert hat: „Im Land leben rund drei Millionen Muslime, aber wir haben keine Beziehung zur vielfältigen muslimischen Gemeinschaft, obwohl sie ein fester Teil unserer Gesellschaft ist.“106

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21. Juni 2014 · 03:12

GMX.de Titelseite greift Kopftuch an.

(Der Artikel zum Bild)

Hallo GMX Team,

ich bin seit Jahren bei Ihnen eine recht zufriedene Kundin.

Heute musste ich leider auf Ihrer Titelseite das Foto einer Kopftuchtragenden Frau mit der Überschrift „Härtere Strafen für Integrationsmuffel“ entdecken. Was bedeutet diese Message? Ist eine kopftuchtragende Frau ein Integrationsmuffel? Ich interpretiere das Bild mit der o.g. Überschrift auf Anhieb auf diese Art und Weise.

Wie Sie bestimmt als Medienexperten wissen, denken Menschen in Bildern. Was assoziieren Menschen bei diesem Bild mit dieser Überschrift? Ist das nicht wieder mal Zündstoff für die Integrationsdebatte? Mag sein, dass Sie um mediale Aufmerksamkeit bemüht sind, aber gilt dies auch um jeden Preis?

Was bedeutet denn Integration in diesem Zusammenhang? Kein Kopftuch zu tragen? Ist man bzw. Frau dann eher integriert als eine Frau, die kein Kopftuch trägt?

Nehmen Sie mich als Beispiel: Ich bin in Deutschland geboren, aufgewachsen und sozialisiert und trage dennoch ein Kopftuch. Was bedeutet das nun? Bin ich nicht integriert, nur weil ich ein Kopftuch trage?

Stellen Sie sich vor, wenn dieses Bild mit dieser Überschrift bei mir solch eine Reaktion auslöst, welche Reaktionen würde dieses Bild dann bei Menschen hervorrufen, die nur wenig Wissen über die Inhalte der Integrationsdebatte verfügen?! Wohl eher Abneigung, anstatt Verständigung, oder?

Ich bitte Sie daher für ein besseres Miteinander in unserer Gesellschaft Ihre Bilder zukünftig wohlbedachter auszusuchen.

Mit freundlichen Grüßen

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Sind Muslime integrationsunwillig?






Im Gegensatz zur deutschen Debatte, die das Kopftuch grundsätzlich als Zeichen für die Unterdrückung der Frau wertet, ergab Topraks Studie, dass muslimische Frauen sehr viel differenziertere Motive haben.

„Das Kopftuch ist nicht zwangsläufig ein Unterdrückungsmerkmal, sondern hat oft schlichtweg eine Schutzfunktion für die Frauen – vor der Witterung ebenso wie vor Belästigungen“, bringt Ahmet Toprak eines der Ergebnisse auf den Punkt. Bei vielen seiner Interviewpartnerinnen, so Toprak, sei eine innere Unsicherheit und Zerrissenheit in Bezug auf das Kopftuch spürbar gewesen. Es gebe Frauen, die sich als einzige in der Familie ganz bewusst und aus religiösen Motiven für ein Kopftuch entscheiden. Andere seien zum Kopftuch nicht gezwungen, aber dahingehend über Jahre hinweg sozialisiert worden. In diesem Zusammenhang stellt Ahmet Toprak die These auf, dass das Tragen des Kopftuchs bei Mädchen unter 14 Jahren keinesfalls eine freie Willensentscheidung sein kann.
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Arbeitssuchende Deutsche haben Integrationsprobleme in der Schweiz

Bei Eleonore Wettstein lernen Deutsche, mit den Gepflogenheiten der Schweizer umzugehen. (Bild: Friedel Amann)

Basel
Deutsche sollen lernen, wie die Schweizer ticken
von Denise Dollinger
Zwischen Deutschen und Schweizern gibt es viele Missverständnisse. Ein Themenabend für eingewanderte Deutsche soll diese relativieren.

Damit ihnen der Einstieg ins berufliche und gesellschaftliche Leben in der Schweiz etwas leichter fällt, werden die Neuzugezogenen dabei mit den Gepflogenheiten der Schweizer vertraut gemacht. Die Veranstaltung, von der Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige (GGG) ins Leben gerufen, findet grossen Anklang. «Allein diesen Monat kamen über 50 Deutsche, die wissen wollten, wie die Schweizer ticken, an den Themenabend», sagt Leiterin Eleonore Wettstein. Viele Deutsche hätten gerne näheren Kontakt mit der Schweizer Bevölkerung, empfänden diese anfangs jedoch eher als distanziert, so Wettstein. «Zudem kommt unsere etwas belehrende Art und dass wir immer lange um alles herumreden nicht so an.»

Manche Schweizer hingegen fühlen sich von der direkten Art der Deutschen oft überfahren. «Sagt ein Deutscher in einem Restaurant ‹Ich krieg ein Bier›, kann das hier als arrogant empfunden werden», erklärt Wettstein. Und auch die liebevolle Annäherung durch «Verniedlichung» kommt nicht immer gut an. Wettstein: «Fränkli, Soldatli und Schwiizerli finden wir überhaupt nicht lustig.»

Quelle: http://www.20min.ch/news/basel/story/31242100

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Blog Statistik

Liebe Leserinnen und lieber Leser,

an dieser Stelle möchte ich meinen Dank an alle Besucher aussprechen. Mir ist dieser Blog sehr wichtig, da ich die Hoffnung trage, dass ich einen Beitrag, wenn auch einen sehr kleinen, für ein authentisches Islambild leisten kann. Zu viele Anti-Islamische Blogs beherrschen das Internet. Dies ist eine neue Spielart des Rassismus. Ich befürchte, dass man die Herzen der deutschen Bevölkerung auf eine sehr große „Aktion“ vorbereiten möchte. Vielleicht so etwas, wie die Reichskristallnacht, polnischer Rundfunks oder der Reichstagsbrand? All diese historischen Ereignisse waren Operationen unter falscher Flagge. Das deutsche Volk hat die Ereignisse nicht hinterfragt, sondern den Machthabern, den NAZIs, blind vertraut. Man hat natürlich die Herzen der Menschen darauf vorbereitet, so wie die Massenmedien heute dies hinsichtlich Islam tun. Es wird bewusst ein Feindbild geschürt. Die Frage lautet nur: „Was ist deren Plan?“ Will man ein Progrom in Europa oder Deutschland starten? Ist dies in der heutigen aufgeklärten Zeit noch möglich? Die Antwort ist „JA!“. Das Beispiel „Bosnien“ und der dort geplante und durchgeführte Genozid (ethnische Säuberung von Muslimen) hat dies gezeigt. Und das vor nicht mal all zu langer Zeit. Die Nachrichtendienste der europäischen Länder funktionieren ansonsten immer sehr gut. Warum haben sie zur Zeit des Genozids in Bosnien nicht funktioniert? Oder sollten sie „nicht funktionieren“. Musste dieser Genozid passieren damit eine Europäische Union entstehen konnte?

An alle Nicht-Muslime: Besucht Moscheen am Tag der offenen Tür, welcher am 3. Oktober jedes Jahr stattfindet. Baut Freundschaften mit muslimischen Nachbarn und Arbeitskolllegen auf. Versucht nicht eure Lebensweise diesen Menschen aufzuzwingen, denn dies nennt man Assimilation. Akzeptiert die Muslime, so wie sie sind und ihr werdet sehen, dass erst dann eine erfolgreiche Integration erfolgt.

Mit lieben und friedlichen Grüßen

As-salumu alaikum

Eure alime

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Türkische Schulen in Deutschland? (soweit kommts noch.) – Deutsche Schulen weltweit (unser Recht)

Erdogans Sturm auf die deutsche Leitkultur
Erdogans Forderung nach türkischen Lehrern und Schulen entrüstet die Politik. Praktizieren es die Deutschen im Ausland anders?

erdogan.jpg
Roberto J. De Lapuente
Mit Unverständnis hat die deutsche Öffentlichkeit den Vorschlag des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan aufgenommen, wonach mehr türkische Lehrer nach Deutschland entsendet werden sollten. Die Gründung türkischer Gymnasien, versteht man gar als Angriff auf die deutsche Leitkultur – nicht nur im Lager der christlichen Parteien. An diesem Punkt angelangt sieht man die geforderte Assimiliation muslimischer Mitbürger gefährdet.
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Das Islambild in Deutschland: Neue Stereotype, alte Feindbilder?

 
Rede von Bundesminister Dr. Wolfgang Schäuble zur Eröffnung der Fachkonferenz „Das Islambild in Deutschland: Neue Stereotype, alte Feindbilder?“ am 27. Februar 2008 in Berlin

Bei mir war es erstmals Karl May, der mich mit Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar durch die Schluchten und Weiten Anatoliens und des Nahen Ostens ziehen ließ. Aber die Zeiten, in denen der Blick auf den Islam und den Orient durch eine verklärende Romantik geprägt war, scheinen vorbei. Das Bild hat sich gewandelt und es besteht kein Zweifel daran, dass es in Deutschland heute ein weit verbreitetes Misstrauen gegenüber dem Islam gibt. Folgt man den Ergebnissen repräsentativer Umfragen, so haben diese Vorbehalte, ja die Furcht in der deutschen Gesellschaft vor dem Islam in den letzten Jahren zugenommen.
 
Ich möchte an dieser Stelle lediglich auf die Studie des Allensbacher Instituts aus dem Jahr 2006 hinweisen. Sie zeigt einen Trend an, wonach der Islam immer stärker mit Fundamentalismus gleichgesetzt und Muslimen pauschal eine sich aus ihrer Religion ableitende Gewalttätigkeit und Ungleichbehandlung von Mann und Frau nachgesagt wird. So sagten etwa 80 Prozent der Befragten aus, der Islam sei fanatisch. Rund 60 Prozent meinten, Islam und Demokratie vertrügen sich nicht. Mehr und mehr scheint in Deutschland, aber auch in der westlichen Staatengemeinschaft, die Sichtweise zu dominieren, der Islam passe nicht in unsere westliche Welt.
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