Schlagwort-Archive: Kalifat

Frühe Geschichte

Das Selbstverständnis des Islam, der strikte Bezug
auf den Glauben an einen Gott, lässt sich aus dem
ersten Teil des Glaubensbekenntnisses („Ich bezeuge,
dass es keine Gottheit außer Gott [Allah] gibt […]“) ableiten.
Die Geschichte des Islam liegt zum Teil schon im
zweiten Teil der Schahada, des Glaubensbekenntnisses,
begründet. Dort heißt es: „und dass Mohammed
der Gesandte (Prophet) Gottes ist.“
Mohammed hat das Amt oder die Aufgabe eines
Propheten nicht allein darin gesehen, eine Botschaft
oder Offenbarung Gottes an ein bestimmtes Volk
(hier das arabische Volk) zu überbringen. Nach Mohammed
und den Aussagen des Koran ist es auch die
Aufgabe eines Propheten, eine staatliche Gemeinschaft
bzw. eine Gesellschaft (Umma) aufzubauen, in
der der Ein-Gott-Glaube und die Verpflichtung zur sozialen
Gerechtigkeit gelebt werden können.
Mohammed verstand sich auch als Gesetzgeber,
der die Aufgabe hatte, ein Gesetzeswerk zu entwickeln,
das es der Umma ermöglichte, im Sinne des
ethischen Monotheismus angemessen zusammenzuleben.
Daher enthält der Teil des Koran, der während
des Aufbaus einer muslimischen Gemeinschaft in Medina
entstand, viele Gesetze, die das tägliche Leben
und Zusammenleben der Gläubigen bis in die Einzelheiten
hinein regeln sollten.
Nach Mohammed und dem Koran ist ein Prophet
auch eine Art Politiker, der die Aufgabe hat, bei Streitigkeiten
innerhalb der Umma einzugreifen und die
Umma gegenüber Angriffen von außen zu verteidigen.
Darüber hinaus ergibt sich für einen Propheten
auch die Pflicht, den Islam in alle Welt zu tragen, d. h.
auch andere Völker von der Wahrheit seiner Botschaft
zu überzeugen.

Weiterlesen

Advertisements

Ein Kommentar

Eingeordnet unter geschichte