Schlagwort-Archive: Kopftuch

Die Frau in der Bibel

Die Stellung der Frau im christlichen Abendland wird durch verschiedene Traditionen geprägt. Unter ihnen lassen sich drei Hauptstränge unterscheiden, nämlich die griechisch-römische, die germanische und diejüdisch-christliche Tradition.

Erst die christliche Tradition, die die griechisch-römische und die germanische integrierte, enthielt eine religiös geprägte Definition der Stellung der Frau. Charakteristisch ist, daß gegenüber den vorhergehenden Traditionen die religiöse Definition der Stellung der Frau gerade zu ihrer Unterordnung führte.
Die untergeordnete Stellung der Frau wurde schon von der Schöpfungsgeschichte her legitimiert. Die Frau sei aus einem Teil des Mannes, nämlich aus seiner Rippe gemacht worden, und Gott habe sie für den Mann gemacht, nämlich damit er »eine Gehilfin habe«.

Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

13. Oktober 2014 · 23:13

9/11 und die globale Diskriminierung der Muslime als Folge

Salaam & Hallo,

ich möchte heute, am 11. September 2009, nicht auf die Hintergründe dieser schrecklichen Tat eingehen – zumal die Urheberschaft des Terrors nicht zu 100% bewiesen ist. Vielmehr geht es um die Auswirkung des 11. Septembers auf uns – jene Völkergruppe, die sich als Muslime bezeichnet – und um die Stigmatisierung, die einige von uns, insbesondere unsere Schwestern im Islam jeden Tag in der Bahn, auf der Straße, beim Einkaufen, etc. erfahren müssen.

Die psychischen Schäden, durch diese – bereits salonfähig gemachte – Islamophobie sind enorm. Dennoch finden sie weder von uns Muslimen noch von der Mehrheitsgesellschaft  genügend Aufmerksamkeit. Dieses Thema muss von Fachleuten, wie Psychologen, Soziologen, Ethnologen, ua. Berücksichtigung finden. Nur die Behandlung dieser tiefen seelischen Narben kann diesen Menschen helfen sich UNSERER Gesellschaft vom ganzen Herzen zu öffnen und nicht in einer Parallelgeschaft nach gesellschaftlicher Gleichstellung zu suchen.

In folgendem Video „Blue Eyed“ wird eben diese Thematik bereits im Jahre 1996 aufgegriffen. In dem Film bezieht sich diese Ausgrenzung auf afroamerikanische Menschen, die seit Jahrhunderten tiefe seelische Narben haben. Die Folgen kennt die Weltöffentlichkeit zu gut. South Central LA, Compton, Bronx – jene Stadtteile, wo sich Afroamerikaner – gelenkt durch gezielte Politik – zurückziehen, unter sich bleiben und die Bereitschaft zur Kriminalität und Gewalt sich jeden Tag spiegelt.

Hörtext runterladen

Hier der Film „Blue Eyed – Blauäugig“

Hier ein paar Hintergrundinformationen zum Film:

Dokumentation USA 1996 Jane Elliott, ehemalige Lehrerin aus Iowa (USA), führt seit über 30 Jahren einen engagierten Kampf gegen Vorurteile, Ignoranz und Rassismus in ihrer Gesellschaft. Was sie nach dem Tode von Martin Luther King jun. 1968 mit ihren Schülern und Schülerinnen begann, praktiziert sie heute mit Lehrer/innen, Studierenden, Feuerwehrleuten oder ganzen Bankbelegschaften. In Workshops teilt sie die Menschen ein in BLAUÄUGIGE und BRAUNÄUGIGE und weist den Blauäugigen alle schlechten Eigenschaften zu, die in unseren Gesellschaften Schwarzen, MigrantInnen, Behinderten, Schwulen, Lesben und Frauen angehängt werden. Sie erklärt die Braunäugigen für besser und intelligenter und stattet sie mit Privilegien aus, die sie den Blauäugigen, die sie als schlecht, minderwertig und dümmer abqualifiziert, nicht gewährt. Viele Weiße (vor allem Männer) erspüren hier zum ersten Mal das Gefühl, zu denen zu gehören, die nie gewinnen können, und so behandelt zu werden, wie die Gesellschaft Frauen behandelt, Farbige behandelt oder Menschen, die körperlich abweichend sind. Innerhalb von 15 Minuten gelingt es Jane Elliott einen Mikrokosmos unserer Gesellschaft zu kreieren mit allen Phänomenen und Gefühlen, die auch in der Realität aufscheinen. Auch die TeilnehmerInnen, die über die das Konzept des Workshops kennen, können sich ihrer Rolle nicht entziehen. Der Workshop ermöglicht es den TeilnehmerInnen, die Wirkungen der Diskriminierungsstrukturen in unseren Gesellschaften zu erkennen. Zweck des Workshops ist es laut Jane Elliott, Menschen für diese Strukturen zu sensiblisieren und zu verdeutlichen, daß es nicht ausreicht, nichts zu tun, um Rassismus zu bekämpfen. „Damit Rassismus funktioniert, reicht es für die braven Leute aus, nichts zu tun.“ (Jane Elliott) Dieser Film über Jane Elliott und ihr Workshop-Konzept wurde von dem Münchener Filmemacher Bertram Verhaag 1995 in den USA gedreht und zeigt Teile eines Workshops, Teile von Präsentationen und Interviews mit Jane Elliott, die sich nach wie vor einladen läßt, um ihren Workshop anzubieten und über ihre Erfahrungen zu berichen. (http://www.eyetoeye.org/de/film/index.shtml)

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter demokratie, deutschland, Islambild

Kopftuchdiskriminierung: Neuigkeiten zum Schulanfang in NRW

As-salamu alaikum,

die Neuigkeiten zum Schulanfang in NRW sind nicht besonders erbaulich:

Verschärfung des Kopftuchverbotes in NRW

Klammheimlich hat die Landesregierung durch einen lapidaren Kommentar zum § 57 das Kopftuchverbot verschärft. Es trifft jetzt nicht nur Lehrerinnen, sondern gilt für alle Frauen mit Kopftuch, die sich innerhalb der Schule – auch in der Nachmittagsbetreuung oder AGs – engagieren.

Zudem wird es auf die Referendarinnen ausgedehnt. Zwar weist der Kommentar darauf hin, dass der Zugang zur Ausbildung aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht verwehrt werden darf (Gerichtsurteil BVerwG 2 C 22.07) baut aber in einem Zusatz eine Hürde auf: Die Referendarinnen müssen jetzt eine Ausnahmegenehmigung beantragen, die ihnen verwehrt werden kann. Ob sie die Erlaubnis erhalten, hängt „von der Art und Weise des übrigen Verhaltens der Lehramtsanwärterin im schulischen Bereich“ ab. Diese schwammige Formulierung lässt dem Dienstherren freie Hand nach Gutsherrenart zu entscheiden, wie es ihm beliebt.

Das Ziel ist klar: jede einzelne Frau muss, wenn man ihr die Ausnahmegenehmigung versagt, klagen, damit sie mit Kopftuch ihren Vorbereitungsdienst antreten darf, künftige Studentinnen werden abgeschreckt, überhaupt ein Lehramtsstudium anzustreben und in ein paar Jahren kann die Landesregierung stolz verkünden, dass es doch gar keine Lehrerinnen mit Kopftuch mehr gibt, weil alle sich endlich emanzipiert und Einsicht gezeigt haben. Übrig bleiben die, die für den Erhalt ihrer Religionsfreiheit vor Gericht gehen und die man dann getrost als „Fundamentalistinnen“ diffamieren darf.

Solche Maßnahmen unmittelbar im Anschluss an die Islamkonferenz lassen erahnen, dass die blumigen Absichtserklärungen und das wirkliche Handeln zwei völlig unterschiedliche Dinge sind.

Monster-Beats-by-Dr-Dre-Kopfhoerer

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter demokratie, deutschland

Hagen Rether über das Kopftuch

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter deutschland, Islambild

Islamophobe Berichterstattung bei Phoenix

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter deutschland, Islambild

Apartheit an amerikanischen Unis (1957) vs. Kopftuchverbot an türkischen Unis (2007)

Beginn der Bürgerrechtsbewegung in den USA
„Sie drohten, mich zu lynchen“

littlerock.jpg35.jpg

Das Foto ist 1957 um die Welt gegangen: Ein schwarzes Mädchen im frisch gestärkten weißen Kleid, mit Sonnenbrille, die Schulmappen unterm Arm, verfolgt von weißen Teenagern, Frauen, Männern, bespuckt, beschimpft, bedroht. Aus einem Schulbesuch wurde eines der entscheidenden Ereignisse der Bürgerrechtsbewegung in den USA.

Von Petra Leimer, BR-Hörfunkstudio Washingtom
Die 15-jährige Elizabeth Eckford auf dem Weg zur „Little Rock Central Highschool“ [Bildunterschrift: Die 15-jährige Elizabeth Eckford auf dem Weg zur „Little Rock Central Highschool“ ]
Weiterlesen

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Türkei, Uncategorized, usa

Interview mit Styleislam (Version 2.0)

08.03.2008

Magazin – Seite M07

Michaela Schlagenwerth

Vor zweieinhalb Jahren, als weltweit der islamische Karikaturenstreit tobte, hat Melo Kesmen sein erstes Islam-Shirt angefertigt, nur für sich. „I Love My Prophet“ stand darauf. Wenn Melo, der damals mit seiner Frau Yeliz in London lebte, mit dem T-Shirt in Geschäfte ging, haben die Verkäuferinnen ihn angegrinst und in Cafés wurde er häufig angesprochen. Super sei das, haben die meisten gesagt, manche haben gefragt, ob er vielleicht noch so eins für sie übrig habe und einer wollte gleich das nehmen, das Melo am Leibe trug. Das war die eine überraschende Erfahrung für die beiden türkischstämmigen, deutschen Grafikdesigner aus Witten im Ruhrgebiet. Die andere war der entspannte, sehr lockere Umgang, den in London Muslime und Nicht-Muslime und überhaupt Menschen aller möglichen Konfessionen miteinander pflegen.

2008-03-0821208orig80308_m07_gross.jpg

Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter islam, Islambild, kultur, kunst, Migrationshintergrund