Schlagwort-Archive: Kopftuchverbot

Die Frau in der Bibel

Die Stellung der Frau im christlichen Abendland wird durch verschiedene Traditionen geprägt. Unter ihnen lassen sich drei Hauptstränge unterscheiden, nämlich die griechisch-römische, die germanische und diejüdisch-christliche Tradition.

Erst die christliche Tradition, die die griechisch-römische und die germanische integrierte, enthielt eine religiös geprägte Definition der Stellung der Frau. Charakteristisch ist, daß gegenüber den vorhergehenden Traditionen die religiöse Definition der Stellung der Frau gerade zu ihrer Unterordnung führte.
Die untergeordnete Stellung der Frau wurde schon von der Schöpfungsgeschichte her legitimiert. Die Frau sei aus einem Teil des Mannes, nämlich aus seiner Rippe gemacht worden, und Gott habe sie für den Mann gemacht, nämlich damit er »eine Gehilfin habe«.

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13. Oktober 2014 · 23:13

Kopftuchdiskriminierung: Neuigkeiten zum Schulanfang in NRW

As-salamu alaikum,

die Neuigkeiten zum Schulanfang in NRW sind nicht besonders erbaulich:

Verschärfung des Kopftuchverbotes in NRW

Klammheimlich hat die Landesregierung durch einen lapidaren Kommentar zum § 57 das Kopftuchverbot verschärft. Es trifft jetzt nicht nur Lehrerinnen, sondern gilt für alle Frauen mit Kopftuch, die sich innerhalb der Schule – auch in der Nachmittagsbetreuung oder AGs – engagieren.

Zudem wird es auf die Referendarinnen ausgedehnt. Zwar weist der Kommentar darauf hin, dass der Zugang zur Ausbildung aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht verwehrt werden darf (Gerichtsurteil BVerwG 2 C 22.07) baut aber in einem Zusatz eine Hürde auf: Die Referendarinnen müssen jetzt eine Ausnahmegenehmigung beantragen, die ihnen verwehrt werden kann. Ob sie die Erlaubnis erhalten, hängt „von der Art und Weise des übrigen Verhaltens der Lehramtsanwärterin im schulischen Bereich“ ab. Diese schwammige Formulierung lässt dem Dienstherren freie Hand nach Gutsherrenart zu entscheiden, wie es ihm beliebt.

Das Ziel ist klar: jede einzelne Frau muss, wenn man ihr die Ausnahmegenehmigung versagt, klagen, damit sie mit Kopftuch ihren Vorbereitungsdienst antreten darf, künftige Studentinnen werden abgeschreckt, überhaupt ein Lehramtsstudium anzustreben und in ein paar Jahren kann die Landesregierung stolz verkünden, dass es doch gar keine Lehrerinnen mit Kopftuch mehr gibt, weil alle sich endlich emanzipiert und Einsicht gezeigt haben. Übrig bleiben die, die für den Erhalt ihrer Religionsfreiheit vor Gericht gehen und die man dann getrost als „Fundamentalistinnen“ diffamieren darf.

Solche Maßnahmen unmittelbar im Anschluss an die Islamkonferenz lassen erahnen, dass die blumigen Absichtserklärungen und das wirkliche Handeln zwei völlig unterschiedliche Dinge sind.

Monster-Beats-by-Dr-Dre-Kopfhoerer

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Deutschland: Kopftuchverbote verletzen Menschenrechte

Verbote religiöser Kleidung für Lehrkräfte richten sich gegen muslimische Frauen

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February 26, 2009

(Berlin) – Die Verbote religiöser Kleidung und Symbole für Lehrkräfte und Beamte in einigen Bundesländern diskriminieren muslimische Frauen, die ein Kopftuch tragen, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht.

Der 73-seitige Bericht „Diskriminierung im Namen der Neutralität“ stützt sich auf umfangreiche Recherchen über einen Zeitraum von acht Monaten. Er untersucht die Verbote aus dem Blickwinkel der Menschenrechte und beleuchtet ihre Auswirkungen auf das Leben muslimischer Lehrerinnen, einschließlich jenen die seit Jahren unterrichten. Aufgrund des Verbots wechselten einige Frauen den Beruf oder zogen ins Ausland, obwohl sie seit ihrer Geburt in Deutschland gelebt hatten.

„Diese Gesetze richten sich eindeutig gegen das Kopftuch. Sie zwingen Kopftuch tragende Frauen, sich entweder für ihren Beruf und für ihren Glauben zu entscheiden“, so Haleh Chahrokh, Researcherin für die Abteilung Europa und Zentralasien von Human Rights Watch. „Die Regelungen diskriminieren sowohl auf der Grundlage des Geschlechts als auch der Religion und verletzen die Menschenrechte dieser Frauen.“

In der Hälfte der deutschen Bundesländer – Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und im Saarland – gelten Gesetze, die Lehrerinnen an staatlichen Schulen (in einigen Ländern auch anderen Beamtinnen) das Tragen des Kopftuchs im Dienst untersagen. Die Bestimmungen wurden innerhalb der letzten fünf Jahre eingeführt, nachdem das Bundesverfassungsgericht im Jahr 2003 entschieden hatte, dass Restriktionen religiöser Kleidung nur zulässig sind, wenn sie auf einer hinreichend bestimmten gesetzlichen Grundlage erfolgen. In den übrigen acht Ländern gibt es keine vergleichbaren Einschränkungen.

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Naimas S-Bahn Jazz

Bundesverfassungsgericht ermöglicht Kopftuch-Verbot für islamische Lehrerinnen

Von Justus Leicht
3. Oktober 2003

In dem Fall der Lehrerin Fereshta Ludin, der vom Oberschulamt Baden-Württemberg die Einstellung in den Schuldienst verweigert worden war, weil sie auch im Unterricht ihr islamisches Kopftuch nicht ablegen wollte, hat das Bundesverfassungsgericht der Klägerin zwar recht gegeben. Es erachtet die Einstellungsverweigerung jedoch nur deshalb für rechtswidrig, weil es dafür keine ausreichende gesetzliche Grundlage gegeben habe, und hat den Bundesländern ausdrücklich zugestanden, eine solche Grundlage zu schaffen. Mehrere Landesregierungen, so die bayrische, hessische, niedersächsische und das Land Berlin, haben bereits angekündigt, Lehrerinnen an staatlichen Schulen das Tragen des Kopftuchs gesetzlich zu verbieten.

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Apartheit an amerikanischen Unis (1957) vs. Kopftuchverbot an türkischen Unis (2007)

Beginn der Bürgerrechtsbewegung in den USA
„Sie drohten, mich zu lynchen“

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Das Foto ist 1957 um die Welt gegangen: Ein schwarzes Mädchen im frisch gestärkten weißen Kleid, mit Sonnenbrille, die Schulmappen unterm Arm, verfolgt von weißen Teenagern, Frauen, Männern, bespuckt, beschimpft, bedroht. Aus einem Schulbesuch wurde eines der entscheidenden Ereignisse der Bürgerrechtsbewegung in den USA.

Von Petra Leimer, BR-Hörfunkstudio Washingtom
Die 15-jährige Elizabeth Eckford auf dem Weg zur „Little Rock Central Highschool“ [Bildunterschrift: Die 15-jährige Elizabeth Eckford auf dem Weg zur „Little Rock Central Highschool“ ]
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