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Prophet Muhammed: Medina, Leben und Krieg

Der Prophet und seine Gefährten, die aus Mekka abgewandert waren, wurden nach und nach in Medina sesshaft und fanden sich allmählich in ihrer neuen Umgebung zurecht. In den ersten sieben Monaten wohnte Muhammad zu Gast bei Abu Ayyub, bis die Moschee und die beiden dazugehörigen Wohngebäude fertig gebaut waren. Dann bezog der Prophet zusammen mit seiner Ehefrau Sawda seine eigenen Wohnräume. Aisha, deren Hochzeit in Medina gefeiert wurde, folgte einige Monate später. In den darauffolgenden Wochen kamen auch Muhammads Töchter dazu. Eine Gesellschaft wurde unter besonders schwierigen Umständen gegründet. Stammeskonflikte und Machtkämpfe gestalteten die Beziehungen zwischen Muslimen und Mitgliedern anderer Klans trotz bestehender Abkommen und Bündnisse außerordentlich kompliziert.

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13. Oktober 2014 · 01:24

Mustafa Islamoglu: Gehe fort, um zu erlangen!

Eine poetische Ausdeutung der prophetischen Auswanderung nach Medina – Von Mustafa Islamoglu, Istanbul

(iz)Dieser Text des bekannten türkischen Autors, der der Zeitung „Yeni Safak” entnommen wurde, ist eine poetische Interpretation über die Bedeutung der Hidschra, der Auswanderung des Propheten Muhammad, Friede sei auf ihm, und seiner Gefährten von Mekka nach Medina. Bei der Übersetzung aus dem Türkischen wurde sich eng an den Originaltext gehalten und dessen stark appellativer Charakter beibehalten sowie die verwendeten Metaphern unverändert übernommen, auch wenn es im Deutschen manchmal ungewohnt klingen mag.

Es geschah am 22. Juli 622. Vor genau 1426 Jahren, nach dem Mondkalender, passierte ein einschneidendes Ereignis, das die Menschheitsgeschichte für immer prägen sollte: Die Hidschra. Unser Prophet, die Quelle der Güte für die Menschheit, hat die dürstenden Herzen und die hungrigen Seelen am himmlischen Mahl, das ihm gesandt wurde, teilnehmen lassen. Er strahlte am Himmel, wie eine Sonne, die nicht nur über Lämmer, sondern auch über Hyänen, die nicht nur über Rosen, sondern auch über Dornen, die nicht nur über Nachtigallen, sondern auch über Geier, die nicht nur über sündenfreie Säuglinge, sondern auch über wilde Räuber scheint. Sein einziges Ziel war es, noch mehr Menschen von diesem himmlischen Mahl speisen zu lassen; eine weitere hungrige Seele mit Nahrung zu versorgen und den Weg zur wahren und ewigen Freiheit und des Schutzes zu zeigen. Zu lehren, dass der Fluss des Erbarmens nur bei Allah, dem Absoluten, entspringt. Zu zeigen, dass alle anderen Dinge, auch wenn sie schön sind, doch inhaltslos und nur leere Worte sind … Diejenigen, deren Verstand echtes Wasser von einer Fata Morgana zu unterscheiden vermag, sind zum Fluss des Erbarmens geeilt und haben aus ihm Wasser getrunken, bis ihr Durst gestillt war. Dann haben sie sich zum himmlischen Mahl gesetzt, das gemeinsam mit dem Fluss des Erbarmens herab gesandt wurde, und den Hunger ihrer Seelen gestillt. Plötzlich war in ihren Augen ein strahlender Glanz, ihre Hände und Knie waren felsenstark, weil ihre Herzen nun mit den Geboten Allahs gefüllt waren. Durch die göttlichen Gebote haben sie erkannt, dass Iman unbegrenzte Möglichkeit bedeutet. Dann haben sie die Mauern ihrer eigenen Kerker eingerissen und ihr Leben durch das Gedankengut, den Verstand und die Persönlichkeit, die durch die Offenbarung geformt wurden, neu aufgebaut. Diejenigen, die weit davon entfernt waren, echtes Wasser von einer Fata Morgana zu unterscheiden, haben sich anstatt für den Fluss des Erbarmens für eine Fata Morgana entschieden. Dies hieß, sich der Lüge willen gegen die Wahrheit zu richten, um des Nicht-Existierenden willen das Existierende aufzugeben und um der Finsternis willen die Sonne zu verdammen. Sie haben die Menschen daran gehindert, das Wasser zu erreichen und diejenigen, die das Wasser erreicht haben, haben sie daran gehindert, es zu trinken. Diejenigen, die das Wasser tranken, haben sie beschimpft, bedroht und attackiert und schließlich gefoltert und versucht, sie zu töten. Diejenigen, die fliehen konnten, konnten ihr Leben retten, die Hinterbliebenen wurden getötet. Sie haben den Fluss des Erbarmens erbarmungslos mit Steinen beworfen. Dann wagten sie sich, das Wasser in diesem Fluss zu besudeln. Nachdem sie daran scheiterten, entschieden sie sich, als letzte Lösung, um das Wasser in diesem Fluss zu stoppen, dafür, den Fluss gänzlich abzuschaffen. Jede Entscheidung wurde im Vorfeld entschieden. Schließlich wurde die bedeutendste Entscheidung getroffen und der Beginn einer „großen islamischen Zivilisation” eingeleitet.

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Mohammeds Wirken in Mekka und Medina und die Überlieferung

Einführung

Das Verhältnis von Religion und Politik hat in jeder
großen Kultur eine Geschichte, ist also historisch gewachsen
und ohne diese Geschichte nicht begreifbar.
Das gilt auch für den Islam. Wer also das heutige Verhältnis
von Religion und Politik im Islam verstehen
will, muss die Wurzeln des Islam kennen lernen, um
anhand einer historischen Rückblende in die Anfänge
des Islam genauer erfahren zu können, wie sich Religion
und Politik in dieser Zeit der Anfänge zueinander
verhalten haben.
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