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Prophet Muhammed: Medina, Leben und Krieg

Der Prophet und seine Gefährten, die aus Mekka abgewandert waren, wurden nach und nach in Medina sesshaft und fanden sich allmählich in ihrer neuen Umgebung zurecht. In den ersten sieben Monaten wohnte Muhammad zu Gast bei Abu Ayyub, bis die Moschee und die beiden dazugehörigen Wohngebäude fertig gebaut waren. Dann bezog der Prophet zusammen mit seiner Ehefrau Sawda seine eigenen Wohnräume. Aisha, deren Hochzeit in Medina gefeiert wurde, folgte einige Monate später. In den darauffolgenden Wochen kamen auch Muhammads Töchter dazu. Eine Gesellschaft wurde unter besonders schwierigen Umständen gegründet. Stammeskonflikte und Machtkämpfe gestalteten die Beziehungen zwischen Muslimen und Mitgliedern anderer Klans trotz bestehender Abkommen und Bündnisse außerordentlich kompliziert.

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13. Oktober 2014 · 01:24

Mohammed: Staatsmann in Medina

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Mohammed: Staatsmann in Medina
[…] Um dem polytheistischen Mekka und den Verfolgungen
dort zu entkommen, folgte Mohammed im
Jahre 622, dem Beginn der islamischen Zeitrechnung
(hidjra), einer Einladung aus Medina, wo er sich nicht
nur als Prophet, sondern auch als Schlichter zwischen
den dortigen, miteinander verfeindeten Stämmen ein
erhebliches Ansehen schuf und in die Rolle des politischen
Führers dieses Gemeinwesens hinein wuchs.
Die Ablehnung, auf die er bei einigen dort lebenden
jüdischen Stämmen (die es in Mekka nicht gab) stieß,
ließ ihn zu der Überzeugung gelangen, dass die Juden
die ursprünglich an sie gerichtete Offenbarung
verfälscht haben müssten, ein Vorwurf, in den er
schließlich auch die Christen mit einschloss.

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Mohammeds Wirken in Mekka

[…] Rund ein Jahrzehnt wirkte Mohammed nach
seinem ersten Offenbarungserlebnis als Prophet in
Mekka. Argwöhnisch von den führenden Repräsentanten
des Rates der Stadt beobachtet und schließlich
gemeinsam mit wenigen Anhängern gesellschaftlich
isoliert, trug er jene Koransuren vor, die noch
heute in den Koraneditionen ausdrücklich als „mekkanische“
bezeichnet werden. Inhalt dieser oft sehr eindringlichen
Verse und Suren sind in erster Linie die
Barmherzigkeit und die Gerechtigkeit Gottes, das
Wunder der Schöpfung, das nahe Weltende und das
Letzte Gericht, die Strafen in der Hölle und die Belohnungen
im Paradies; Buße und Nächstenliebe werden
darin gepredigt und das Streben nach Reichtum als
irdischer Irrweg verurteilt. So lautet etwa Sure
79,34–39: „Wenn dann die große Katastrophe (d. h.
das Weltende) kommt, am Tag, da der Mensch sich
dessen erinnert, was er (in seinem Erdenleben) erstrebt
hat, und der Höllenbrand denen, die sehen
können, vor Augen gestellt wird – wenn dann einer
aufsässig gewesen ist und das diesseitige Leben (dem
Jenseits) vorgezogen hat, ist der Höllenbrand (für ihn)
der Ort der Einkehr.“

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Muhammed – Prophet des Islam (570–632)

Eingeschlossen von den rivalisierenden Reichen
Byzanz und Persien, wurde Arabien im 6. Jh. in seiner
Isolierung gestört. Die hellenistische Kultur und die
christliche Religion an den Randgebieten sowie die
Kämpfe zwischen den Großmächten ließen auch das
Binnenland nicht unberührt. Sie erschütterten die
polytheistische Religion und die Stammesbindungen,
erweckten aber zugleich zu Selbstbehauptung, die in
einer von allen Stämmen gemeinsam entfalteten
Dichtung Ausdruck fand. Mekka war als Sitz des alten
Heiligtums, der Kaaba, und als Zentrum des Handels
auf der alten Karawanenstraße längs des Roten Meeres
den Erschütterungen des Landes vor allem ausgesetzt.
Hier ist auf sie durch Mohammed eine Antwort
gegeben worden, die den Arabern durch die Religion
des Islam weltgeschichtliche Bedeutung geben sollte.
Arm aufgewachsen, aber zu Wohlstand gekommen
durch Heirat mit der Kaufmannswitwe Chadidscha,
erfuhr er um 610 die Berufung, den Arabern als Prophet
die Botschaft des einen Gottes zu bringen.

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Das Leben des Propheten Muhammed

Muhammad wurde um 570 n. Chr. in Mekka geboren
und gehörte der angesehenen Sippe der Hashemiten
vom Stamm der Quraish an. Sein Vater Abdallah
starb noch vor der Geburt seines Sohnes, die
Mutter Amina, als Muhammad sechs Jahre alt war. Er
wurde kurze Zeit von seinem Großvater Abd al-Muttalib
erzogen, dann von seinem Onkel Abu Talib. Im
Alter von 25 Jahren lernte der Kaufmann Muhammad
die wohlhabende Kaufmannswitwe Khadija kennen,
deren Handelsgeschäfte er zuverlässig wahrnahm.
Die wesentlich ältere Khadija heiratete Muhammad,
der ihr stets tiefe Zuneigung bewahrte und keine andere
Frau nahm, solange sie lebte. Der Wendepunkt
in Muhammads Leben trat ein, als er ungefähr 40 Jahre
alt war. Muhammad fing an, intensiver nach dem
Sinn des Lebens zu fragen, nahm an dem oberflächlichen
Treiben und unsozialen Verhalten der mekkanischen
Gesellschaft Anstoß. Periodisch zog sich Muhammad
zu einsamen Andachtsübungen am Berge
Hira zurück. Dort erhielt er von einem himmlischen
Boten die ersten Offenbarungen.

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